Solingen startet neue Langzeitstrategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"
Tobias SchwarzSolingen startet neue Langzeitstrategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"
Solingen will seinen Kampf gegen Obdachlosigkeit mit einer neuen langfristigen Strategie verstärken. Ein fraktionsübergreifender Antrag fordert einen strukturierten Ansatz, der Prävention und Unterstützungsangebote in den Mittelpunkt stellt. Aktuell geht die Stadt von etwa 20 Menschen aus, die ohne Obdach leben.
Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabung wird am 21. April 2026 zusammentreten, um über die geplanten Maßnahmen zu beraten. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Übernahme des "Housing First"-Modells als Hauptmethode zur Unterstützung obdachloser Menschen in der Stadt.
Das erfolgreiche, bisher landesfinanzierte Programm "ProMie+ Solingen", das Betroffenen bislang Hilfe angeboten hat, soll nun dauerhaft fortgeführt werden. Um die Zusammenarbeit zu verbessern, prüft die Stadtverwaltung zudem die Einrichtung von Lotsendiensten, die verschiedene Akteure zusammenbringen.
Präventive Maßnahmen sowie leicht zugängliche Gesundheits- und Beratungsangebote werden Priorität haben. Der Ausschuss hat zudem regelmäßige Fortschrittsberichte angefordert, um die Wirksamkeit der neuen Maßnahmen zu überwachen.
Ziel der Strategie ist es, nachhaltige Lösungen für die Obdachlosigkeit in Solingen zu schaffen. Durch den Fokus auf Wohnstabilität und niedrigschwellige Hilfsangebote hofft die Stadt, die Zahl der Menschen ohne Obdach zu verringern. Die nächsten Schritte hängen von den Beschlüssen des Ausschusses im April 2026 ab.






