Solingen kämpft um Rettung sozialer Einrichtungen durch Armutspakt-Gelder
Jana BraunSolingen kämpft um Rettung sozialer Einrichtungen durch Armutspakt-Gelder
Steigende Kosten bringen viele lokale Einrichtungen in Solingen an den Rand
Viele Organisationen in Solingen kämpfen aufgrund gestiegener Ausgaben darum, ihre Angebote aufrechtzuerhalten. Die kommunalen Zuschüsse decken die Kosten nicht mehr, sodass wichtige Arbeit auf der Kippe steht. Die FDP hat nun eine offizielle Anfrage eingereicht, um zu klären, wie die Mittel aus dem „Bündnis gegen Armut“ verteilt werden sollen und welche Einrichtungen Anspruch auf Förderung haben.
Die Stadt Solingen ist für die Verteilung der Gelder aus dem Armutspakt zuständig. Verzichtet sie auf ihr Widerspruchsrecht, können die Mittel sofort freigegeben werden. Andere Kommunen haben diesen Schritt bereits vollzogen und erhalten in den kommenden Wochen ihre Zahlungen.
Handlungsbedarf ist dringend: Aktuell ist jedes fünfte Kind in Solingen von Armut betroffen – der Kampf gegen Kinderarmut wird damit zur vordringlichen Aufgabe. Soziale Träger und Einrichtungen sind auf diese Gelder angewiesen, um angesichts stark gestiegener Kosten weiterarbeiten zu können.
Mit ihrer Anfrage will die FDP Transparenz in den Verteilungsprozess bringen. Würde Solingen auf sein Widerspruchsrecht verzichten, könnten die Mittel zügig bei den Organisationen ankommen. Das würde die Zukunft wichtiger lokaler Angebote sichern und die Bemühungen zur Bekämpfung der Kinderarmut unterstützen.
