Solingen kämpft gegen Armut: 30.000 Betroffene und ein neuer Hilfswegweiser
Tobias SchwarzSolingen kämpft gegen Armut: 30.000 Betroffene und ein neuer Hilfswegweiser
Armutskonferenz in Solingen: Über 30.000 Betroffene – neues Hilfsverzeichnis vorgestellt
Bei einem kürzlichen Treffen in Solingen rückte die zunehmende Armut in der Stadt in den Fokus. Die Solinger Armutskonferenz (SAK) präsentierte dem Kiwanis Club ihre Arbeit und legte dar, dass rund 30.000 Einwohner – darunter über 2.200 Senioren und 820 Kinder unter drei Jahren – in Armut leben. Gleichzeitig wurde ein neues Verzeichnis mit lokalen Hilfsangeboten vorgestellt.
Den Auftakt der Vortragsreihe der SAK beim Kiwanis Club Solingen bestritten Heike Auer, Horst Koss und Uli Preuss, die über Kinder- und Altersarmut sprachen. Anhand von Statistiken und konkreten Fallbeispielen veranschaulichten sie die täglichen Herausforderungen, mit denen finanziell benachteiligte Menschen konfrontiert sind.
Die Veranstaltung endete mit einer Diskussion und der Vorstellung des Solinger Initiativenwegweisers, eines 14-seitigen Ratgebers mit vertrauenswürdigen lokalen Hilfsangeboten. Kiwanis-Präsident Hartmut Hoferichter erhielt als Erster ein Exemplar des Verzeichnisses, das als erste Zusammenstellung dieser Art in der Stadt gilt.
Unterdessen engagiert sich der Kiwanis Club weiterhin für Kinder – etwa mit der jährlichen Aktion Schulranzen für alle und der neuen Kampagne Geschenk der Wärme. Die SAK kündigte zudem an, im Frühjahr eine Website einzurichten und 2024 eine Wanderausstellung zu organisieren, um das Thema Armut in Solingen noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Der neue Initiativenwegweiser der SAK bietet Betroffenen nun eine klare Übersicht über Unterstützungsmöglichkeiten. Mit laufenden Projekten wie der Schulranzen-Aktion und geplanten Aufklärungskampagnen setzen sich lokale Initiativen für die Bekämpfung von Armut in Solingen ein. Die Not bleibt jedoch groß: Tausende Kinder und Senioren sind weiterhin betroffen.






