25 May 2026, 08:09

Solingen diskutiert: Wie soziale Dienstleistungen die Wirtschaft stärken und vor dem Kollaps bewahrt werden

IHK-Kreisausschuss Solingen und Wohlfahrtsverbände treffen sich beim Deutschen Roten Kreuz

Solingen diskutiert: Wie soziale Dienstleistungen die Wirtschaft stärken und vor dem Kollaps bewahrt werden

Treffen in Solingen: Sozialverbände und Wirtschaft diskutieren wirtschaftliche Bedeutung sozialer Dienstleistungen

Ein kürzlich in Solingen abgehaltenes Treffen brachte führende Vertreter von Wohlfahrtsverbänden und Wirtschaftsführer zusammen, um über die volkswirtschaftliche Rolle sozialer Dienstleistungen zu sprechen. Die im DRK Solingen stattfindende Veranstaltung rückte die wachsenden Herausforderungen in den Fokus, vor denen gemeinnützige Organisationen in der Region stehen. Jan Peter Coblenz, Vorsitzender des Kreisausschusses und Vizepräsident der IHK, betonte die Notwendigkeit einer größeren Wertschätzung für diese unverzichtbaren Leistungen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

An dem Austausch nahmen Vertreter von sechs großen Wohlfahrtsverbänden teil, darunter die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Diakonie, der Caritasverband, der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sowie der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Im Mittelpunkt stand die Frage, wie diese Organisationen als Arbeitgeber und Anbieter lebenswichtiger Dienstleistungen zur Wirtschaftskraft Solingens beitragen.

Die Verbände bieten ein breites Spektrum an Unterstützung an – von Kinderbetreuung und Migrationshilfe über Familienberatung bis hin zu Behindertenbetreuung und Obdachlosenhilfe. Dr. Thorsten Böth wies auf die steigenden Belastungen hin, mit denen sie konfrontiert sind, etwa höhere Personalkosten und Materialausgaben bei gleichzeitig begrenzten finanziellen Mitteln. Er warnte, dass diese finanziellen Engpässe die Stabilität der sozialen Infrastruktur gefährden.

Coblenz forderte Bund, Land und Kommunen auf, die Finanzierung zu verbessern und Fachkräfte zu gewinnen, um die Sozial- und Ehrenamtsarbeit langfristig zu sichern. Zudem sollte das Treffen das öffentliche Bewusstsein schärfen – insbesondere bei jungen Menschen – für die Bedeutung dieser Leistungen. Wirtschaft und Wohlfahrtsvertreter tauschten sich darüber aus, wie soziale Arbeit in der Gesellschaft sichtbarer und attraktiver gestaltet werden kann.

Die Veranstaltung unterstrich die doppelte Rolle der Wohlfahrtsverbände: Sie sind nicht nur wirtschaftliche Motoren, sondern auch soziale Lebensadern Solingens. Angesichts von Finanzierungslücken und steigenden Kosten gerät ihre Fähigkeit, essenzielle Dienstleistungen anzubieten, jedoch zunehmend unter Druck. Die Organisatoren hoffen, dass der Dialog zu mehr politischer Unterstützung und einem stärkeren gesellschaftlichen Engagement führen wird.

Quelle