Seniorenbeirat protestiert gegen 10-Euro-Eintritt beim Gräfrather Marktfest
Theo SchmitzSeniorenbeirat protestiert gegen 10-Euro-Eintritt beim Gräfrather Marktfest
Der Solinger Seniorenbeirat hat sich gegen die neue Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrather Marktfest ausgesprochen. Die Gruppe argumentiert, dass die Kosten ältere Bürgerinnen und Bürger unzumutbar belasten, von denen viele mit begrenzten Renten auskommen müssen. Die Veranstalter verweisen hingegen auf gestiegene Sicherheitsausgaben als Begründung für die Änderung.
Jahre lang war das Gräfrather Marktfest ein zentraler gesellschaftlicher Höhepunkt für die ältere Bevölkerung Solingens. Die Einführung einer 10-Euro-Eintrittsgebühr in diesem Jahr stellt einen deutlichen Bruch mit der Tradition dar. Davon werden lediglich 2 Euro als Essensgutschein zurückerstattet – für viele Senioren bleibt damit der Nutzen fraglich.
Der Seniorenbeirat fordert alternative Preismodelle, etwa gestaffelte Gebühren oder Ermäßigungen für Rentner. Er weist darauf hin, dass Altersarmut in der Stadt ein reales und wachsendes Problem sei. Bei geringen Einkommen sei selbst eine Gebühr von 10 Euro schwer zu rechtfertigen, wenn man regelmäßig teilnehmen wolle.
Die Veranstalter rechtfertigen die Entscheidung mit steigenden Sicherheitskosten. Kritiker halten jedoch dagegen, dass die Weitergabe dieser Kosten direkt an die Besucher dazu führen könnte, dass genau diejenigen ausgeschlossen werden, für die das Fest ein wichtiger Ort der Gemeinschaft und des Austauschs ist. Der Beirat warnt: Ohne Anpassungen werden viele ältere Bürger dem Fest fernbleiben.
Die Debatte um die Eintrittsgebühr spiegelt grundsätzliche Fragen nach Bezahlbarkeit und sozialer Teilhabe wider. Bleibt alles wie geplant, könnten in diesem Jahr weniger Senioren das Fest besuchen – mit möglichen Folgen für die Zusammensetzung eines der beliebtesten öffentlichen Veranstaltungen Solingens.






