Sabotagewelle erschüttert 2025 Deutschlands Verkehrsnetz mit 93 Anschlägen
Tobias SchwarzSabotagewelle erschüttert 2025 Deutschlands Verkehrsnetz mit 93 Anschlägen
Deutschlands Verkehrsnetz verzeichnet 2025 drastischen Anstieg mutmaßlicher Sabotageakte
Die deutschen Verkehrswege sind im Jahr 2025 mit einer deutlichen Zunahme mutmaßlicher Sabotageangriffe konfrontiert. Die Behörden registrierten 93 Straftaten, die als vorsätzliche Sabotage eingestuft wurden – ein beträchtlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Die Vorfälle führten zu erheblichen Störungen im Schienenverkehr und warfen Fragen zur Sicherheit der kritischen Infrastruktur auf.
Das Jahr begann mit einem Brand in einem Kabelkanal im Berliner Bezirk Wuhlheide im Januar. Das Feuer legte den Regionalverkehr lahm; später bekannte sich eine linksextremistische Gruppe zu der Tat. Nur wenige Tage später, am 12. Januar, entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem ein Metallbügel auf den Schienen platziert worden war.
Ende Juli verursachten zwei Kabelbrände auf der Strecke zwischen Duisburg und Düsseldorf Streckenstillstände und Zugausfälle. Ermittler gehen in beiden Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Im Herbst verübten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf eine wichtige Bahnverbindung zwischen Warschau und Lublin. Der Zeitpunkt war brisant: Die Detonationen ereigneten sich kurz bevor ein US-Militärkonvoi die Strecke passieren sollte.
Die deutschen Behörden gingen auch gegen innere Bedrohungen vor. Die Bundesanwaltschaft nahm drei Männer fest, die im Rahmen der russischen Hybridkriegsführung Anschläge mit Brand- und Sprengstoffen auf den Güterverkehr geplant haben sollen. Laut den Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) aus dem Jahr 2025 fallen 37 der mutmaßlichen Sabotagefälle in die Kategorie „sonstige Zuordnung“; daneben wurden linksextremistische, rechtsextremistische, ausländische und religiös motivierte Taten dokumentiert. Zudem wurden 12 Straftaten unter der neu geführten Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ erfasst.
Angesichts der wachsenden Zahl von Sabotagevorfällen hat Deutschland die Schutzmaßnahmen für seine Verkehrsinfrastruktur verstärkt. Die BKA-Daten bestätigen einen klaren Aufwärtstrend: 93 Fälle im Jahr 2025, gegenüber 78 im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024. Die Ermittler arbeiten weiterhin an der Aufklärung der Motive und Hintergründe der Anschläge.






