Rindfleisch wird günstiger – doch Verbraucher zahlen 20 % mehr als 2023
Nina HerrmannRindfleisch wird günstiger – doch Verbraucher zahlen 20 % mehr als 2023
Rindfleischpreise sinken zum zweiten Mal in Folge – Verbraucher zahlen dennoch deutlich mehr
Die Preise für Rindfleisch sind zum zweiten Mal hintereinander gefallen, wobei die Werte für Rinder in allen Kategorien rückläufig sind. Die aktuellen Verbandsdaten zeigen einen Rückgang um 10 Cent pro Kilogramm. Dennoch zahlen Verbraucher nach wie vor deutlich mehr als im Vorjahr – im frühen Juli lag der Anstieg bei 20,8 %.
Das Angebot an Schlachtrindern bleibt knapp, bei einigen Sorten herrscht sogar akuter Mangel. Trotz des engen Marktes hält der Abwärtstrend bei den Preisen an. Jungbullen der Klasse R3 erzielen derzeit 6,80 Euro pro Kilogramm, während Ochsen der Klasse O3 bei 6,62 Euro/kg gehandelt werden. Den höchsten Preis von 6,85 Euro/kg erreichen Jungbullen der Klasse U3.
Bei Kühen liegt die Klasse R3 bei 6,20 Euro/kg, während O3-Kühe leicht darunter bei 6,15 Euro/kg notieren. Metzger stehen unter Preisdruck, und der Fleischabsatz stockt. Der allgemeine Rückgang um 10 Cent pro Kilogramm betrifft alle Rindfleischkategorien.
Trotz der gesunkenen Großhandelspreise sind die Einzelhandelspreise für Rindfleisch stark gestiegen. In den ersten Juliwochen mussten Verbraucher 20,8 % mehr bezahlen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Schere zwischen Erzeuger- und Supermarktpreisen geht weiter auseinander.
Die jüngsten Preisanpassungen markieren den zweiten Rückgang der Rindfleischwerte in Folge. Metzger melden eine schwache Nachfrage, während Verbraucher an der Kasse höhere Kosten tragen. Der Markt bleibt durch das begrenzte Angebot eingeschränkt – selbst wenn die Großhandelspreise nachgeben.






