16 March 2026, 22:10

Regierung greift ein: Spritpreise sollen vor Ostern unter zwei Euro gedrückt werden

Diagramm, das die Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten im Zeitverlauf zeigt, mit zwei Linien, die die Preisentwicklung darstellen, einer abnehmenden (blau) und einer zunehmenden (grün).

Regierung greift ein: Spritpreise sollen vor Ostern unter zwei Euro gedrückt werden

Spritpreise in Deutschland schnellen in die Höhe – Regierung plant Notmaßnahmen vor Ostern

Seit einem halben Jahr steigen die Spritpreise in Deutschland rasant an und belasten Autofahrer sowie Unternehmen schwer. Speditionen, Reisebusunternehmer, Fahrschulen und Pendler spüren zunehmend die Folgen der explodierenden Kosten. Nun will die Regierung mit dringenden Maßnahmen gegensteuern, um die Preise noch vor Ostern wieder in den Griff zu bekommen.

Seit September 2025 sind die Kraftstoffkosten stark angestiegen – Diesel und Benzin liegen in vielen Regionen mittlerweile deutlich über zwei Euro pro Liter. Die Preisspirale hat bereits zu Verhaltensänderungen geführt: Immer mehr Menschen steigen auf die Bahn um und verzichten auf Auto oder Bus.

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Um die Krise einzudämmen, traf sich am Montag zum zweiten Mal ein Regierungskrisenstab. Sein Ziel: die Preise unter die Zwei-Euro-Marke drücken. Ein zentraler Vorschlag ist ein befristetes Gesetz, das Tankstellen einschränkt, wie oft sie die Preise anpassen dürfen. Demnach wären tägliche Erhöhungen nur noch einmal mittags erlaubt – Senkungen hingegen weiterhin jederzeit möglich.

Zudem drohen Ölkonzernen bei Verstößen hohe Strafen: Bis zu 100.000 Euro Bußgeld könnten fällig werden. Die Regierung will das Gesetz im Eiltempo auf den Weg bringen, damit es noch vor den Osterfeiertagen in Kraft tritt.

Unternehmen reagieren bereits auf die steigenden Kosten. Claudia Jansweidt-Hermann, Inhaberin eines Reisebusunternehmens, hat ihre Preiskalkulation für 2027 vorerst gestoppt – die zukünftigen Ausgaben seien nicht absehbar. Auch Fahrschulen geraten unter Druck. Lars Rauer, Fahrlehrer in Berlin, warnt, dass seine Schule bald keine andere Wahl habe, als die Stundenpreise für Fahrschüler zu erhöhen.

Der Krisenstab arbeitet nun daran, die Maßnahmen final auszugestalten. Langfristige Lösungen wurden bisher jedoch nicht konkretisiert.

Sollte das Gesetz verabschiedet werden, wäre es der erste direkte Eingriff in die Spritpreisgestaltung seit Beginn der aktuellen Preisspirale. Tägliche Preiserhöhungen würden begrenzt, und Unternehmen, die gegen die Regeln verstoßen, müssten mit empfindlichen Strafen rechnen. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob die Maßnahmen die gewünschte Wirkung zeigen – oder ob weitere Schritte nötig sein werden.

Quelle