07 June 2026, 08:09

Razzia in Grevenbroich: Elf Männer mit gefälschten EU-Papieren festgenommen

HZA-KR: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und der Hauptzollstelle Krefeld: Razzia in Arbeiterunterkünften deckt Mitarbeiter mit falscher Identität auf

Razzia in Grevenbroich: Elf Männer mit gefälschten EU-Papieren festgenommen

Razzia in Grevenbroich deckt mutmaßlichen Ring für illegale Beschäftigung mit gefälschten Dokumenten auf

Bei einer Razzia in Grevenbroich ist ein mutmaßlicher Ring für illegale Beschäftigung unter Verwendung gefälschter Papiere aufgedeckt worden. Am 9. Oktober 2024 nahmen Zollbeamte elf Männer fest, die verdächtigt werden, sich als EU-Bürger ausgegeben zu haben, um Arbeitsplätze zu erschleichen. Ziel der Aktion war eine Arbeiterunterkunft in Verbindung mit einem nicht namentlich genannten Industrieunternehmen der Region.

Die Zollfahndung Krefeld leitete den frühmorgendlichen Einsatz und durchsuchte die Räumlichkeiten auf Grundlage von richterlichen Beschlüssen. Den Ermittlern zufolge sollen die Beschuldigten – überwiegend aus dem Kaukasus stammend – mit gefälschten EU-Ausweispapieren illegal gearbeitet haben. Gegen neun der elf Festgenommenen wird zusätzlich wegen Urkundenfälschung ermittelt.

Neben den Festnahmen wurde ein zwölfter Mann in Gewahrsam genommen, gegen den bereits ein Haftbefehl wegen aufenthaltsrechtlicher Verstöße vorlag. Alle Beschuldigten wurden an die Ausländerbehörde des Rhein-Kreises Neuss zur weiteren Bearbeitung übergeben. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet.

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Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in Mönchengladbach führt die Ermittlungen fort. Die Behörden prüfen derzeit, wie die Männer mutmaßlich durch falsche Staatsangehörigkeitsangaben die Arbeitskontrollen umgangen haben.

Der Einsatz unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigung und Identitätsbetrug in der Region zu bekämpfen. Die Festgenommenen bleiben bis auf Weiteres in Gewahrsam. Weitere Details zum beteiligten Unternehmen und zur Beschäftigungshistorie der Verdächtigen wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Quelle