Ratsfrauen im Kreis Unna fordern besseren Schutz für von Gewalt betroffene Frauen
Nina HerrmannRatsfrauen im Kreis Unna fordern besseren Schutz für von Gewalt betroffene Frauen
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich zum Netzwerktreffen der Ratsfrauen im Kreis Unna und in Lünen – trotz der anhaltenden Hitzewelle fand die Veranstaltung wie geplant statt. Im Mittelpunkt standen drängende kommunalpolitische Themen, die in überparteilichen Gesprächen erörtert wurden.
Den Auftakt bildete eine Bestandsaufnahme der bestehenden Hilfsangebote in der Region. Schnell wurden Lücken identifiziert, insbesondere bei der Unterstützung obdachloser Frauen und von sexualisierter Gewalt betroffener Frauen.
Ein zentrales Thema war die Istanbul-Konvention und ihre Umsetzung. Die Runde diskutierte zudem neue Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt, darunter die kürzlich im Kreis Unna eingeführte anonyme Spurensicherung für Betroffene.
Als fehlende Schnittstelle in der Hilfslandschaft wurde ein kreisweites Koordinierungsbüro benannt. Die Politikerinnen betonten, wie wichtig niedrigschwellige und leicht zugängliche Angebote für Betroffene sind, um Hilfe ohne Hürden zu ermöglichen.
Die Gespräche machten deutlich, wie dringend maßgeschneiderte Unterstützungsprogramme – besonders für vulnerable Gruppen – benötigt werden. Die anonyme Spurensicherung und ein mögliches Koordinierungsbüro wurden als konkrete Fortschritte gewertet. Die Veranstaltung stärkte die überparteiliche Zusammenarbeit bei diesen zentralen Themen.






