Projekt "RauPE" revolutioniert Herstellung von Stammzelltherapien durch Automatisierung
Jana BraunProjekt "RauPE" revolutioniert Herstellung von Stammzelltherapien durch Automatisierung
„RauPE“: Revolution in der Herstellung von Stammzelltherapien
Ein neues Projekt mit dem Namen „RauPE“ soll die Produktion von stammzellbasierten Therapien grundlegend verändern. Ab Juli 2024 wird die auf drei Jahre angelegte Initiative die automatisierte Herstellung von extrazellulären Vesikeln (EVs) für medizinische Anwendungen vorantreiben. Gefördert wird das Vorhaben durch das EFRE.NRW-Programm, unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.
An dem Projekt wirken drei zentrale Partner mit: die BioThrust GmbH, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) und das Universitätsklinikum Essen. BioThrust entwickelt eine automatisierte Expansionsplattform auf Basis eines membranbasierten Rührbioreaktors, der hochwertige EVs effizient herstellen soll. Diese Vesikel gelten als vielversprechend für die Behandlung degenerativer und krebsbedingter Erkrankungen.
Das Fraunhofer IPT wird den gesamten EV-Herstellungsprozess in seine AUTOSTEM-Laborplattform integrieren und so eine vollständige Automatisierung gewährleisten. Das Universitätsklinikum Essen steuert immortalisierte mesenchymale Stammzellen (ciMSCs) bei, die mithilfe von Membranreaktor-Kartuschen kultiviert werden. Ziel des Projekts ist es, die Produktion hochzuskalieren und gleichzeitig die Kosten zu senken, um Therapien breiter zugänglich zu machen.
Durch die Automatisierung strebt das Team eine höhere Konsistenz an und reduziert manuellen Arbeitsaufwand. Die Plattform ist auf Zuverlässigkeit und Präzision ausgelegt, um aktuelle Herausforderungen bei der Großserienfertigung von EVs zu bewältigen.
Das „RauPE“-Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer automatisierten, kostengünstigen Produktion von Stammzelltherapien. Bei Erfolg könnte die Plattform die Verfügbarkeit von EV-basierten Behandlungen für Patient:innen beschleunigen. Die Ergebnisse werden sowohl von der medizinischen als auch der industriellen Fachwelt mit Spannung erwartet.






