16 April 2026, 00:15

Pleitewelle bei Phoenix Engineering: Mitarbeiter kämpfen um Löhne und Wohnungen

Schwarzes und weißes Foto von Männern auf einer Baustelle mit Rohren im Vordergrund und Gebäuden, Kränen und Himmel im Hintergrund.

Pleitewelle bei Phoenix Engineering: Mitarbeiter kämpfen um Löhne und Wohnungen

Phoenix Engineering, ein Unternehmen für den Ausbau von Glasfaserkabeln, meldet Insolvenz an

Das Amtsgericht Köln hat am Mittwochmorgen das Insolvenzverfahren über das Vermögen von Phoenix Engineering eröffnet. Die Mitarbeiter des Unternehmens sehen sich nun mit ausstehenden Löhnen und wachsenden Schulden konfrontiert – manche drohen sogar ihre Wohnung zu verlieren.

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Das Unternehmen war mit der Verlegung von Glasfaserkabeln im Rhein-Lahn-Kreis für "Our Green Fiber" (OGF) beauftragt worden. Finanzielle Probleme, darunter unbezahlt gebliebene Subunternehmer und verzögerte Projekte, trieben das Unternehmen jedoch in die Insolvenz. Mitarbeiter berichten, seit Wochen keinen Lohn erhalten zu haben – obwohl ihre Verträge einen Bruttostundenlohn von 14 Euro vorsahen.

Der Zusammenbruch von Phoenix Engineering ist das Ergebnis monatelanger finanzieller Belastungen. Steigende Zinsen, strengere Kreditbedingungen sowie Verzögerungen bei Genehmigungen und Zertifizierungen verschärften die Krise. Zudem kämpfte das Unternehmen mit Zahlungsausfällen gegenüber Subunternehmern und Dienstleistern, was die finanzielle Lage weiter verschlechterte.

Für die Beschäftigten bedeutet die Insolvenz existenzielle Not. Viele haben seit Wochen keinen Lohn mehr erhalten und können grundlegende Ausgaben nicht mehr decken. Vermieter haben bereits Kündigungen ausgesprochen, nachdem das Unternehmen die Mieten für Mitarbeiterunterkünfte nicht mehr zahlte. Einige Betroffene lehnen es ab, Sozialhilfe zu beantragen, und suchen stattdessen rechtliche Unterstützung bei der Linkspartei in Koblenz.

Bisher sind bei der Staatsanwaltschaft Koblenz keine Strafanzeigen eingegangen. Allerdings bestätigte die Kölner Staatsanwaltschaft, dass ein Betrugsverdacht gegen ein Unternehmen der Glasfaserbranche geprüft wird. Phoenix Engineering hat zwar Schritte eingeleitet, um über Insolvenzgeld die ausstehenden Löhne der Mitarbeiter abzusichern – doch ob und wann die Betroffenen ihr Geld erhalten, bleibt ungewiss.

Die Pleite wirft Dutzende Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit und bringt sie in Gefahr, ihre Wohnungen zu verlieren. Die finanziellen Probleme von Phoenix Engineering sind auch ein Symptom für branchenspezifische Herausforderungen wie Zahlungsverzögerungen und Projektverzögerungen. Wie es weitergeht, wird entscheiden, ob die Mitarbeiter ihre ausstehenden Löhne zurückerhalten – oder ob sie mit langfristigen finanziellen Schwierigkeiten kämpfen müssen.

Quelle