25 June 2026, 02:08

NRW setzt auf Wasserstoff-Importe, um Klimaziele bis 2045 zu erreichen

Nordrhein-Westfalen: Veröffentlichung analysiert Wasserstoff-Importwege für wachsende Nachfrage

NRW setzt auf Wasserstoff-Importe, um Klimaziele bis 2045 zu erreichen

Ein neuer Bericht der Initiative IN4climate.NRW unterstreicht die Notwendigkeit von Wasserstoff-Importrouten, um die steigende Nachfrage in Nordrhein-Westfalen zu decken. Die Industrie und der Energiesektor des Landes sehen sich bis 2045 mit wachsenden Anforderungen an klimaneutralen Wasserstoff konfrontiert – die heimische Produktion allein wird die Lücke nicht schließen können.

Nordrhein-Westfalen kann sein Wasserstoffangebot durch den Ausbau der regionalen Erzeugung und erneuerbaren Energien erhöhen. Doch selbst dies wird nur einen Teil des Bedarfs abdecken. Der Rest muss durch Importe gedeckt werden, entweder über Pipelines oder per Schiffstransport.

Als effizienteste Option gelten Pipeline-Importe aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel oder Skandinavien. Schiffsbasierte Lieferungen aus globalen Produktionszentren könnten zudem die Vielfalt der Bezugsquellen erweitern. Die Kosten der verschiedenen Importwege dürften sich voraussichtlich auf ähnlichem Niveau bewegen.

Importierter grüner Ammoniak bietet eine kurzfristige Lösung, da er in bestehenden Anwendungen grauen Ammoniak ersetzen kann. Mittelfristig ließe er sich auch direkt als Brennstoff nutzen oder zurück in Wasserstoff umwandeln.

Der Bericht betont, dass eine Kombination aus regionaler Produktion und strategischen Importen notwendig ist, um die Nachfrage zu bedienen. Die Industrie und der Energiesektor Nordrhein-Westfalens werden auf diese gemischten Ansätze angewiesen sein, um bis 2045 eine stabile Wasserstoffversorgung zu sichern. Importierter grüner Ammoniak könnte dabei eine Schlüsselrolle im Übergang spielen.

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