NRW setzt auf mehr Videoüberwachung gegen Gewalt im ÖPNV
Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen: Massiver Ausbau von Überwachungsmaßnahmen
Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) von Nordrhein-Westfalen (NRW) wird die Videoüberwachung deutlich ausgebaut. Mehr Kameras, Körperkameras und moderne Technologien sollen die Sicherheit erhöhen. Der Schritt folgt auf einen drastischen Anstieg von Angriffen auf Mitarbeiter in Bussen und Bahnen im vergangenen Jahr.
Allein im Regionalverkehr von NRW wurden 2023 über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Angriffe auf Zugpersonal registriert. Als Reaktion beschleunigen die Behörden den Einsatz von Überwachungskameras und Bodycams. Bereits rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge sind mit Videosystemen ausgestattet; die restlichen Fahrzeuge sollen nachgerüstet werden, um eine flächendeckende Abdeckung zu erreichen.
Körperkameras gehören inzwischen zur Standardausrüstung der Sicherheitskräfte, die in Zügen und an Bahnhöfen patrouillieren. In Pilotprojekten im Rheinland wird zudem getestet, ob auch anderes Personal die Geräte nutzen soll. Studien zeigen, dass solche Kameras helfen, Konflikte zu entschärfen und Angriffe zu verringern.
Auch in Bussen wird die Überwachung ausgeweitet: Neue Fahrzeuge in einigen Regionen sind bereits mit fest installierten Kamerasystemen ausgestattet, die das gesamte Innere abdecken. Eine cloudbasierte Speicherung soll den Zugriff auf Videoaufnahmen aus Zügen beschleunigen, während KI-gestützte Echtzeitanalysen von Bildmaterial künftig Sicherheitsrisiken früher erkennen sollen.
Ziel der Maßnahmen ist es, Straftaten abschreckend zu wirken und bessere Beweismittel für Ermittlungen zu liefern. Mit mehr Kameras, Bodycams und KI-Unterstützung erwarten die Verkehrsbetriebe in NRW einen besseren Schutz für Fahrgäste und Personal. Die Umsetzung wird in den kommenden Monaten schrittweise auf Busse und Bahnen ausgeweitet.






