NRW-Regierung verliert massiv an Vertrauen – CDU und Wüst unter Druck
Tobias SchwarzNRW-Regierung verliert massiv an Vertrauen – CDU und Wüst unter Druck
Das Vertrauen der Bevölkerung in die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ist deutlich gesunken. Nur noch 42 Prozent zeigen sich mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden, während 53 Prozent unzufrieden sind. Wirtschaftliche Sorgen und Probleme bei der Infrastruktur stehen mittlerweile im Mittelpunkt der Wählerinteressen.
Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst bleibt zwar stärkste Kraft, hat aber an Unterstützung verloren. Ihre Zustimmungswerte sanken um drei Punkte auf 32 Prozent. Auch Wüsts persönliche Beliebtheit hat nachgelassen: 42 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, 40 Prozent unzufrieden.
Die SPD ist auf 17 Prozent abgerutscht und liegt damit auf ihrem fast historischen Tiefstand in der Region. Der dreiprozentige Rückgang bringt sie auf Augenhöhe mit der AfD, die ebenfalls auf diesen Wert geklettert ist. Die Grünen hingegen legten zwei Punkte zu und kommen nun auf 15 Prozent.
Die FDP hat erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten. Der Zuwachs um einen Punkt markiert eine kleine, aber bemerkenswerte Erholung. Die wirtschaftliche Unsicherheit ist gewachsen: Nur noch 22 Prozent bewerten die finanzielle Lage des Landes als gut oder sehr gut. Auch die Angst vor Arbeitsplatzverlust hat zugenommen – 16 Prozent der Beschäftigten fürchten nun die Arbeitslosigkeit, ein Anstieg um sechs Punkte im Vergleich zum Vorjahr.
Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrspolitik sind für die Wähler inzwischen die drängendsten politischen Themen.
Obwohl die CDU weiterhin führt, sieht sie sich mit stärkerer Konkurrenz durch AfD und SPD konfrontiert. Die Unzufriedenheit mit der Wirtschaftslage und der Regierungsarbeit hat zugenommen. Infrastruktur und Verkehr sind zu den vordringlichsten Anliegen der Wähler geworden.
