08 May 2026, 18:10

NRW fordert Lockerung der Regeln für schwimmende Solarparks auf Seen und Flüssen

Luftaufnahme einer Solar-Farm mit Solarpanelen auf einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

NRW fordert Lockerung der Regeln für schwimmende Solarparks auf Seen und Flüssen

Nordrhein-Westfalen drängt auf Änderungen des Bundesrechts für schwimmende Solarparks

Das Land setzt sich für flexiblere Regelungen ein, um größere Projekte auf seinen Gewässern zu ermöglichen. Behördenvertreter kritisieren, dass die aktuellen Vorschriften zu streng seien und die Entwicklung in Schlüsselregionen wie dem Niederrhein behinderten.

Nach dem geltenden Wasserhaushaltsgesetz dürfen schwimmende Solaranlagen maximal 15 Prozent der Wasseroberfläche bedecken. Zudem ist ein 40 Meter breiter Pufferstreifen zum Ufer vorgeschrieben. Diese Auflagen schufen laut Landesregierung unnötige Hürden und brächten nicht immer ökologische Vorteile für die lokalen Ökosysteme.

Im Januar hatte der Erneuerbare-Energien-Landesverband Nordrhein-Westfalen dem Umweltminister des Landes, Oliver Krischer (Grüne), Vorschläge für Anpassungen unterbreitet. Die Initiative fordert eine Überarbeitung von Paragraf 36 des Wasserhaushaltsgesetzes und schlägt vor, die Bedeckungsgrenzen anzuheben sowie Ausnahmen in Abhängigkeit von den jeweiligen Gewässerbedingungen zuzulassen.

Aktuell sind in Nordrhein-Westfalen sechs schwimmende Solarparks in Betrieb. Die größte Anlage mit einer Leistung von 5,6 Megawatt in Bislich zeigt das Potenzial für eine Ausweitung. Krischer ist überzeugt, dass Regionen wie der Niederrhein deutlich größere Projekte umsetzen könnten, wenn die Regularien gelockert würden.

Das Land hat die Bundesregierung nun offiziell über den Bundesrat aufgefordert, die Änderungen umzusetzen. In der Vorlage heißt es, starre Vorschriften bremsten den Ausbau der erneuerbaren Energien. Unterdessen stieg der Marktpreis für Solarstrom im Oktober 2025 auf fast sieben Cent pro Kilowattstunde – der dritthöchste Wert in diesem Jahr.

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Sollte die Bundesregierung den Änderungen zustimmen, könnte Nordrhein-Westfalen einen Zuwachs an großflächigen schwimmenden Solarparks erleben. Mit dem Vorstoß für mehr Flexibilität will das Land die erneuerbaren Energien vorantreiben, ohne lokale Umweltbedingungen außer Acht zu lassen. Nun wartet die Landesregierung auf eine Stellungnahme des Bundesrats zu den geplanten Anpassungen.

Quelle