NRW-Bürger investieren jetzt direkt in Windparks vor der Haustür
Bürger in Nordrhein-Westfalen können nun direkt in lokale Windenergieprojekte investieren. Das Bürgerenergiegesetz sieht vor, dass Anwohner finanziell beteiligt werden – das sichert die Akzeptanz in der Bevölkerung und hält die wirtschaftlichen Vorteile in der Region. Die ersten beiden Windparks in Münchheide und Dickerheide bieten nun Sparbriefe für öffentliche Investitionen an.
Die Initiative ermöglicht es Bürgern, Sparbriefe für Windkraftanlagen zu erwerben. Für die beiden Anlagen in Münchheide stehen 1,2 Millionen Euro an Sparbriefen bereit, für drei Turbinen in Dickerheide sind es 1,5 Millionen Euro.
Das Mindestinvestment liegt bei 1.000 Euro pro Person, das Maximum bei 10.000 Euro. Die Sparbriefe haben eine Laufzeit von zehn Jahren und bieten einen festen jährlichen Zinssatz von 3,25 Prozent. Die Sparkasse Krefeld gibt diese Papiere erstmals für den Windenergiebereich aus.
Das Angebot ist in zwei Phasen unterteilt: Bis zum 31. Oktober 2026 können nur Anwohner investieren, die innerhalb von 2,5 Kilometern um die Anlagen wohnen. Die zweite Phase beginnt am 1. November 2026 und läuft bis zum 30. Juni 2027 – dann steht die Beteiligung allen Einwohnern von Meerbusch und Willich offen.
Langfristig sollen beide Kommunen bis 2045 vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Windkraft- und Solaranlagen werden den benötigten Strom liefern und damit Deutschlands Ziel der Klimaneutralität bis zu diesem Jahr unterstützen.
Das Bürgerenergiegesetz verknüpft lokale Investitionen mit erneuerbaren Projekten, stärkt die öffentliche Unterstützung und fördert das regionale Wirtschaftswachstum. Mit den nun verfügbaren Sparbriefen können Anwohner die Energiewende direkt mitgestalten. Das Vorhaben zielt darauf ab, Meerbusch und Willich bereits vor 2045 vollständig mit Ökostrom zu versorgen.






