Neverland Ranch: Vom Traumparadies zur tragischen Last Michael Jacksons
Jana BraunNeverland Ranch: Vom Traumparadies zur tragischen Last Michael Jacksons
Michael Jacksons Neverland Ranch war einst ein weitläufiges Fantasieanwesen, inspiriert von Peter Pan. In den späten 1980er-Jahren erworben, wurde das Grundstück sowohl zum Symbol seiner Kreativität als auch zum Mittelpunkt von Kontroversen. Im Laufe der Jahre änderte sich sein Wert dramatisch, bevor es schließlich 2020 verkauft wurde.
Ende der 1980er-Jahre kaufte Jackson die 1.100 Hektar große Ranch in Kalifornien für 19,5 Millionen Dollar. Er benannte sie in Neverland um – angelehnt an die magische Welt aus Peter Pan – und füllte sie mit Fahrgeschäften, einem kleinen Zoo und märchenhaften Attraktionen. Der Sänger beschrieb später, wie selbstverständlich die Gestaltung des Anwesens für ihn gewesen sei: Es spiegle seine eigenen Leidenschaften und seine Fantasie wider.
Doch bereits 1993 geriet die Ranch in den Strudel eines Skandals, als der damals 13-jährige Jordan Chandler Jackson der sexuellen Belästigung von Kindern beschuldigte. Der Fall wurde außergerichtlich gegen eine nicht bekannte Summe geregelt, doch die Vorwürfe blieben haften. Ein Jahrzehnt später, 2003, wurde Jackson erneut unter ähnlichen Vorwürfen verhaftet, was den Ruf von Neverland weiter beschädigte. Obwohl er 2005 freigesprochen wurde, kehrte er nie mehr auf das Anwesen zurück.
Nach Jacksons Tod 2009 wurde das Grundstück 2016 mit einem Preis von 100 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten. Vier Jahre später ging es für nur 22 Millionen Dollar an den Milliardär Ronald Burkle – ein Bruchteil des ursprünglichen Werts.
Die Neverland Ranch begann als persönliches Paradies, endete jedoch als finanzielle und reputative Belastung. Ihr Verkauf 2020 markierte das endgültige Kapitel eines Anwesens, das für immer mit Jacksons Erbe verbunden bleibt. Die Geschichte des Grundstücks spiegelt sowohl seine künstlerische Vision als auch die Kontroversen wider, die seine späteren Jahre überschatteten.






