10 April 2026, 16:11

Neues Michael-Jackson-Biopic Michael löst Streit um Erbe und Ehrlichkeit aus

Plakat mit der Aufschrift 'Eine kurze Geschichte von T.J. Jackson' mit einem zentralen Porträt umgeben von Bildern von Blättern, einer Flagge und anderen Gegenständen.

Neues Michael-Jackson-Biopic Michael löst Streit um Erbe und Ehrlichkeit aus

Ein neues Biopic über Michael Jackson mit dem Titel Michael soll das komplizierte Erbe des verstorbenen Popstars neu bewerten. Gleichzeitig zielt der Film darauf ab, die Einnahmen für seine Familie zu steigern, die seit 17 Jahren nach seinem Tod noch immer seinen Nachlass verwaltet. Doch rechtliche Auseinandersetzungen und kreative Änderungen haben die Produktion überschattet.

In der Hauptrolle ist Jaafar Jackson, ein Neffe Michael Jacksons, zu sehen, während Colman Domingo und Nia Long seine Eltern verkörpern. Miles Teller spielt John Branca, den Unterhaltungsanwalt, der den Jackson-Nachlass seit Langem verwaltet – und sich dabei immer wieder mit den Erben gestritten hat. Branca und der weitere Testamentsvollstrecker John McClain liegen derzeit in einem Rechtsstreit mit Michael Jacksons Tochter Paris Jackson.

Paris hat den Film öffentlich als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich" kritisiert, unter anderem in ihren Instagram-Stories. Zudem fordert sie mehr Transparenz vom Nachlass und stellt dessen Buchführung infrage, insbesondere die Behauptung, sie habe Leistungen in Höhe von 65 Millionen Dollar erhalten. Die Anwälte des Nachlasses werfen ihr daraufhin vor, sie inszeniere "Boulevard-Presseauftritte" und "posiere bei Anhörungen", um öffentliches Mitgefühl zu erzeugen.

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Auch die Produktion von Michael verlief nicht ohne Rückschläge: Eine Handlung um einen der mutmaßlichen Opfer Jacksons wurde aus dem dritten Akt entfernt, nachdem eine außergerichtliche Einigung Änderungen erforderlich machte. Diese Überarbeitung trieb das Budget in die Höhe und zwang zu Umschreibungen.

Der Nachlass selbst befindet sich noch immer im Nachlassverfahren. Michael Jacksons drei Kinder – Prince, Paris und Bigi – fordern klarere finanzielle Unterlagen. Ein Richter genehmigte kürzlich einen Zeitplan, nach dem der Nachlass seine Ausgaben offenzulegen hat, um den Forderungen der Geschwister nach Rechenschaftslegung nachzukommen.

Die Veröffentlichung des Biopics erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender juristischer Spannungen und familiärer Konflikte. Da der Nachlass auch 17 Jahre nach Jacksons Tod noch nicht abgewickelt ist, könnte der Erfolg des Films sowohl sein Vermächtnis als auch die finanzielle Zukunft seiner Erben prägen. Auch das Ergebnis von Paris Jacksons Transparenzforderungen könnte beeinflussen, wie der Nachlass künftig verwaltet wird.

Quelle