23 May 2026, 16:14

Neue Kampagne gegen 4.492 Stromunfälle – warum Elektrosicherheit jetzt Priorität hat

Arbeitssicherheit hat im E-Handwerk absolute Priorität - ZVEH und BG ETEM schließen Branchenabkommen

Neue Kampagne gegen 4.492 Stromunfälle – warum Elektrosicherheit jetzt Priorität hat

Neue Initiative für mehr Elektrosicherheit nach 4.492 Arbeitsunfällen im Jahr 2023

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Nach 4.492 Arbeitsunfällen im vergangenen Jahr wird die Elektrosicherheit in Deutschland nun mit einer neuen Kampagne vorangetrieben. Drei dieser Vorfälle endeten tödlich, bei 562 führten sie zu mindestens drei Tagen Arbeitsausfall. Branchenvertreter schließen sich jetzt zusammen, um die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften konsequenter durchzusetzen.

Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM), die als gesetzliche Unfallversicherung für vier Millionen Beschäftigte in 200.000 Unternehmen zuständig ist, warnt vor den Gefahren unsicherer Arbeitsbedingungen. CEO Jörg Botti bezeichnete solche Risiken als „inakzeptabel“ und betonte, dass sie lebensbedrohlich sein könnten. Die Daten zeigen: Jeder elektrische Unfall im Jahr 2023 ging auf die Missachtung mindestens einer der fünf grundlegenden Sicherheitsregeln zurück.

Um das Problem zu bekämpfen, wird die BG ETEM mit Online-Kampagnen und Kooperationen mit Influencern das Bewusstsein für die Gefahren schärfen. Gleichzeitig hat der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), der 48.225 Betriebe mit über 524.000 Beschäftigten vertritt, eine branchenweite Vereinbarung mit der BG ETEM unterzeichnet. Ziel ist es, die Einhaltung der fünf Sicherheitsregeln strenger zu überwachen.

Martin Böhm, Vizepräsident des ZVEH und Mitglied im BG-ETEM-Vorstand, unterstrich, dass die Befolgung erprobter Vorschriften in Hochrisikoberufen entscheidend sei. Bei jährlich rund 4.000 Stromunfällen in Deutschland drängen beide Organisationen auf sofortiges Handeln, um weitere Verletzungen und Todesfälle zu verhindern.

Die Zusammenarbeit zwischen ZVEH und BG ETEM markiert einen gemeinsamen Kraftakt zur Reduzierung elektrischer Unfälle. Durch schärfere Kontrollen der Sicherheitsvorschriften und breit angelegte Aufklärungskampagnen sollen sowohl Beschäftigte als auch Arbeitgeber erreicht werden. Das Ziel: vermeidbare Verletzungen und tödliche Unfälle in der Branche nachhaltig verringern.

Quelle