06 June 2026, 12:08

Münsters Oberbürgermeister Grube bleibt trotz CDU-Abwahlversuchs im Amt

CDU in Münster kritisiert ihre eigene Fraktion

Münsters Oberbürgermeister Grube bleibt trotz CDU-Abwahlversuchs im Amt

Ein Versuch, Münsters Oberbürgermeister Ulf-Marcus Grube abzuwählen, ist gescheitert, nachdem ein CDU-Fraktionsmitglied seine Unterstützung zurückgezogen hatte. Der Schritt folgte auf eine hitzige interne Sitzung, bei der 68 Christdemokraten über den Vorwurf der Fraktion diskutierten, Grube sei für sein Amt nicht geeignet. Vorwürfe wegen angeblicher Erpressung durch die Feuerwehr wurden ebenfalls als haltlos zurückgewiesen.

An der Versammlung nahmen alle acht Fraktionsmitglieder teil, die Grubes Abwahl vorangetrieben hatten, sowie weitere CDU-Vertreter. Oberbürgermeister Grube und der ehemalige Feuerwehrchef Michael Kammstieß sprachen im Namen der Feuerwehr, während der amtierende Feuerwehrchef Kammstieß nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme reagierte.

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Die Mehrheit der Basismitglieder kritisierte die Haltung der Fraktion scharf. Einige warfen ein, dass – falls das Vertrauen in den Oberbürgermeister tatsächlich verloren gegangen sei – möglicherweise die Fraktion selbst ersetzt werden müsste. Trotz Forderungen nach einer zweiten Abstimmung über Grubes Abwahl wurde der Antrag blockiert.

CDU-Fraktionschef Stefan Sorge lehnte es ab, das Ergebnis mit der Böhme-Zeitung zu erörtern. Der Stadtverbandsvorsitzende der CDU, Uwe Franke, bestätigte später, dass sich die Erpressungsvorwürfe gegen den Stadtrat durch die Feuerwehr als unbegründet herausgestellt hätten.

Der gescheiterte Abwahlversuch bedeutet, dass Grube vorerst im Amt bleibt. Die internen Spannungen innerhalb der Fraktion bleiben jedoch ungelöst, und weitere Schritte gegen den Oberbürgermeister sind derzeit nicht geplant. Die Partei hat die in der Sitzung aufgeworfenen grundsätzlichen Bedenken bisher nicht aufgegriffen.

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