Mönchengladbach baut siebte Gesamtschule für wachsende Elternnachfrage
Nina HerrmannMönchengladbach baut siebte Gesamtschule für wachsende Elternnachfrage
Mönchengladbach plant Eröffnung einer siebten Gesamtschule wegen steigender Nachfrage
Um dem wachsenden Interesse der Eltern gerecht zu werden, soll in Mönchengladbach eine siebte Gesamtschule entstehen. Die neue Breite Straße-Schule wird im Schuljahr 2026/27 ihren Betrieb aufnehmen – zunächst in einem provisorischen Modulbau. Mit bereits 142 Anmeldungen für nur 108 verfügbare Plätze zeigt sich die starke lokale Nachfrage nach diesem Schulmodell.
Der Stadtrat hat die Pläne für die neue Schule gebilligt, die bereits in diesem Sommer in einem Interimsgebäude starten wird. Die vorgefertigten Module für den vorübergehenden Bau treffen nächste Woche ein und ermöglichen eine Kapazitätserweiterung von 30 auf 34 Klassen – langfristig sind 36 Gruppen vorgesehen. Der Bau des endgültigen Schulgebäudes beginnt 2027, der Umzug der Schüler ist für das Schuljahr 2028/29 geplant, die vollständige Fertigstellung soll bis 2031 abgeschlossen sein.
Das Münchner Architekturbüro Auer Weber gewann den Gestaltungswettbewerb mit einem dynamischen Entwurf, der fünf Bereiche vorsieht. Jeder Abschnitt erhält einen eigenen Innenhof, verbunden durch einen zentralen "Schulstraßen"-Korridor. Der viergeschossige Haupttrakt umfasst Gemeinschaftsräume, Kunstateliers und Verwaltungsbereiche, die durch ein offenes Treppenhaus erschlossen werden.
Das permanente Gebäude wird ein Selbstlernzentrum, eine dreifach nutzbare Sporthalle mit Dachspielplatz sowie flexible Klassenzimmer bieten. Für die Energieeffizienz sorgen eine Erdwärmepumpe, Photovoltaikanlagen und ein Eisspeichersystem. Die geschätzten Gesamtkosten für Interims- und Neubau belaufen sich auf 130 Millionen Euro, vorbehaltlich der finalen Ratsfreigabe.
Die neue Schule reagiert auf den Bedarf: Fast 44 Prozent der Eltern in der Region bevorzugen nach der Grundschule den Besuch einer Gesamtschule. Der schrittweise Aufbau – beginnend mit Modulbauten bis zur Fertigstellung 2031 – gewährleistet einen reibungslosen Übergang. Nach Abschluss wird die Einrichtung moderne Lernumgebungen und nachhaltige Energielösungen für künftige Generationen bieten.






