Modernisierung der Amerikalinie: Elektrifizierung und mehr Tempo bis 2030
Jana BraunModernisierung der Amerikalinie: Elektrifizierung und mehr Tempo bis 2030
Großes Modernisierungsprojekt für die Bahnstrecke Langwedel–Uelzen
Die Strecke zwischen Langwedel und Uelzen steht vor einem umfassenden Ausbau: Die Gleise werden elektrifiziert, die Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h erhöht und die Überholmöglichkeiten für Züge verbessert. Zudem sollen die Bahnübergänge mit modernster Technik aufgerüstet werden – die meisten bleiben jedoch erhalten.
Das Vorhaben ist Teil einer bundesweiten Initiative, um den Schienenpersonen- und -güterverkehr bis 2030 deutlich auszubauen. Entlang der Strecke bleiben sämtliche bestehenden Bahnübergänge bestehen – mit einer Ausnahme: Ein kleiner Übergang in Soltau wird geschlossen. Alte Signaltechnik weicht neuen digitalen Stellwerken, ETCS Level 2 sowie modernisierten Signalsteuerungen.
Zunächst verkürzen sich durch die Modernisierung die Schließzeiten der Schranken an jedem Übergang. Allerdings könnte die steigende Zugfrequenz die Wartezeiten für Autofahrer insgesamt dennoch verlängern. In Munster gelten bereits heute 15 Minuten Wartezeit als kurz.
Das Projekt „Amerikalinie“ berücksichtigt auch die Sorgen der Anwohner in puncto Lebensqualität. Ausführliche Pläne, Lärmkarten und eine interaktive Streckenübersicht sind auf der Website von DB InfraGO abrufbar – inklusive eines virtuellen Überflugs über die Region Heidekreis, der seit Herbst 2024 verfügbar ist.
Die Aufrüstung bringt schnellere Fahrten und eine höhere Kapazität auf der Strecke. Zwar werden die Schranken künftig schneller geöffnet, doch die Zunahme des Zugverkehrs könnte die Wartezeiten an den Übergängen insgesamt verlängern. Auf der Projektwebsite finden Anwohner und Reisende kontinuierlich aktuelle Informationen.






