30 June 2026, 04:06

Mittelstandsunion Solingen kritisiert gescheiterten Automobilgipfel der Regierung scharf

MIT: Autoindustrie braucht keine Lippenbekenntnisse - sie braucht Planungssicherheit!

Mittelstandsunion Solingen kritisiert gescheiterten Automobilgipfel der Regierung scharf

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen hat die Herangehensweise der Regierung an die Automobilbranche scharf kritisiert. Ein kürzlich im Kanzleramt abgehaltener Gipfel ließ zentrale Forderungen der Industrie unerfüllt – zur Enttäuschung der Wirtschaftselite.

Die von der Vorsitzenden Gerlinde Steingrüber geführte MIT äußerte sich frustriert über die Ergebnisse der „Strategieplattform für die Transformation der Automobil- und Mobilitätsbranche". Steingrüber hatte auf pragmatische, ideologiefreie Entscheidungen gehofft, doch die Diskussionen blieben ihrer Ansicht nach hinter den Erwartungen zurück.

Die Organisation betonte die dringende Notwendigkeit von Planungssicherheit für die Automobilindustrie. Steingrüber warnte, dass Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit als führender Automobilstandort auf dem Spiel stehe. Weder der anhaltende Auftragseinbruch noch die übergeordneten wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche wurden auf dem Gipfel thematisiert.

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2022 produzierte Deutschland rund 3,4 Millionen Fahrzeuge – ein drastischer Rückgang um 26 Prozent im Vergleich zu 2019. Die MIT plädiert für mehr wirtschaftspolitischen Pragmatismus und die Rückkehr zu den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft in der Gestaltung von Rahmenbedingungen.

Der Gipfel endete, ohne die drängendsten Probleme der Branche zu lösen. Die Kritik der MIT unterstreicht die Kluft zwischen Regierungsstrategie und den Bedürfnissen der Wirtschaft. Die Automobilindustrie bleibt angesichts sinkender Produktion und schwindender Aufträge in einer Phase der Unsicherheit.

Quelle