09 May 2026, 18:13

Lkw-Fahrer fährt drei Wochen ohne Pause – Polizei stoppt rücksichtslose Raserei auf A2

Schwarz-weißes Foto eines Lkw, der auf einer Straße mit einem "Fahren Sie nicht zu schnell"-Schild im Vordergrund und anderen Fahrzeugen, Gras, Pfosten und einem klaren Himmel im Hintergrund fährt.

Lkw-Fahrer fährt drei Wochen ohne Pause – Polizei stoppt rücksichtslose Raserei auf A2

Ein rumänischer Lkw-Fahrer wurde am Donnerstag, dem 21. August 2025, von der Autobahnpolizei auf der A2 bei Porta Westfalica angehalten. Der 50-Jährige, der für ein spanisches Transportunternehmen arbeitet, hatte mehrfach gegen Verkehrsregeln verstoßen – darunter Rasen und die Missachtung vorgeschriebener Ruhepausen.

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Die Beamten stoppten den Fahrer nach wiederholten Verstößen. Die Auswertung des Tachographs ergab, dass er fast drei Wochen am Stück ohne einen einzigen freien Tag gefahren war. Das Gerät zeichnete zudem Geschwindigkeiten von bis zu 115 km/h in einer auf 80 km/h begrenzten Zone auf.

Zum Zeitpunkt der Kontrolle überholte der Lkw illegal in einem gesperrten Abschnitt der A2 in Richtung Hannover. Der Fahrer gab an, er habe Angst vor dem Verlust seines Arbeitsplatzes gehabt und sei den Anweisungen seines Arbeitgebers gefolgt, weiterzufahren. Die Polizei bestätigte, dass das in Spanien zugelassene Fahrzeug zu einem dort ansässigen Unternehmen gehört.

Eine Kaution zur Deckung der Bußgelder wurde sofort hinterlegt. Dem Fahrer drohen nun Strafen von über 3.000 Euro, während das Transportunternehmen mit einem Bußgeld von mehr als 11.000 Euro rechnen muss. Die Autobahnpolizei kontrolliert regelmäßig Nutzfahrzeuge, um Lenkzeiten, Ruhepausen und technische Sicherheitsstandards durchzusetzen.

Müdigkeitsunfälle, insbesondere Auffahrunfälle im dichten Verkehr, bleiben ein großes Risiko. Behörden warnen seit Langem vor den Gefahren übermüdeter Fahrer auf Langstrecken.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Einhaltung von Vorschriften in der Speditionsbranche auf. Die Aussage des Fahrers, unter Druck seines Arbeitgebers gestanden zu haben, wird Teil der Ermittlungen sein. Sowohl er als auch das Unternehmen müssen nun mit weiteren rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Quelle