07 June 2026, 18:07

Lasertechnik revolutioniert Wasserstoffwirtschaft auf dem 5. LKH2 in Aachen

Lasertechnologien für die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft

Lasertechnik revolutioniert Wasserstoffwirtschaft auf dem 5. LKH2 in Aachen

5. Laser-Kolloquium Wasserstoff 2024 (LKH2) zeigt Fortschritte in Lasertechnik und Wasserstoffwirtschaft

Vom 10. bis 11. September 2024 fand in Aachen das 5. Laser-Kolloquium Wasserstoff (LKH2) statt – ein Treffen von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Lasertechnologie und Wasserstofferzeugung. Innerhalb von zwei Tagen präsentierten 17 Fachvorträge neueste Entwicklungen in der industriellen Brennstoffzellenfertigung, Prozessüberwachung sowie Oberflächenoptimierung für eine höhere Effizienz.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Alexander Olowinsky, Leiter der Abteilung Fügen und Trennen am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT). Er betonte die zentrale Rolle der Lasertechnik für die Wasserstoffwirtschaft, insbesondere bei der Herstellung und Strukturierung entscheidender Komponenten.

Tobias Keller, ebenfalls vom Fraunhofer ILT, referierte über die Vorteile der Laserbearbeitung bei der Fertigung von bipolaren Platten – einem Schlüsselelement in Brennstoffzellen. Sein Fokus lag auf der Steigerung von Effizienz und Langlebigkeit dieser Bauteile. Stoyan Stoyanov (Fraunhofer ILT) erläuterte, wie Ultrakurzpulslaser (UKP-Laser) präzise Schnittkonturen in bipolaren Platten erzeugen können, etwa für komplexe Gas- und Kühlmittelkanäle, die für eine optimale Leistung unerlässlich sind.

Dr. Simon Britten von Laserline stellte Forschungsergebnisse zu Energieeinsparungen in industriellen Trocknungsprozessen vor. Durch den Einsatz von Diodenlasern ließen sich demnach 20 bis 30 Prozent Energie einsparen. Prof. Dr. Eike Hübner vom Fraunhofer-Heinrich-Hertz-Institut präsentierte einen innovativen Ansatz: Sein Team nutzt laserinduzierte Nanostrukturen, um Brennstoffzellenoberflächen mit Nanoschäumen zu funktionalisieren und so ihre Leistung zu verbessern.

Auch übergreifende Themen der Wasserstofferzeugung kamen zur Sprache. Dr. Martin Müller vom Forschungszentrum Jülich unterstrich die Bedeutung von Materialfortschritten für die Effizienz der Elektrolyse. Dr. Dina Barbian vom eco2050-Institut forderte eine stärkere internationale Zusammenarbeit, um eine nachhaltige Wasserstoffproduktion zu gewährleisten.

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Das LKH2 zeigte eindrucksvoll, wie Lasertechnologie die Wasserstoffwirtschaft vorantreibt – von energieeffizienten Trocknungsverfahren bis hin zu hochmodernen Oberflächenbehandlungen für bipolare Platten. Die vorgestellten Innovationen zielen darauf ab, die Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und eine nachhaltige industrielle Wasserstoffproduktion zu fördern.

Quelle