18 April 2026, 18:10

Kühlturm-Sprengung in Gelsenkirchen: Ein Symbol der Kohleära fällt für die Wasserstoff-Zukunft

Kohlekraftwerk mit hohem Schornstein in einer städtischen Umgebung, umgeben von Gebäuden, Infrastruktur und Fahrzeugen unter einem bewölkten Himmel.

Kühlturm-Sprengung in Gelsenkirchen: Ein Symbol der Kohleära fällt für die Wasserstoff-Zukunft

Ein Meilenstein bei der Umwandlung des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven

Am 6. September 2025 erfolgte ein entscheidender Schritt bei der Transformation des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven: Der Energiekonzern Uniper sprengte einen 100 Meter hohen Kühlturm kontrolliert in die Luft, um Platz für ein neues, wasserstofftaugliches Gaskraftwerk zu schaffen. Die Sprengung markierte einen zentralen Moment im Ausstieg des Standorts aus der Kohleverstromung.

Die Abrissarbeiten hatten bereits im April 2024 begonnen, als Uniper mit dem Rückbau des Kohleblocks auf dem Scholven-Gelände startete. Für die Sprengung des Kühlturms wurden 60 Kilogramm Sprengstoff präzise platziert, um einen gezielten Kollaps in die richtige Richtung zu gewährleisten. Vertikale und Fallschlitze lenkten den Einsturz, während eine 300 Meter große Sicherheitszone Anwohner schützte – eine Evakuierung war nicht erforderlich.

Die Sprengmeisterin Ulrike Matthes von der Thüringer Sprengmittel GmbH leitete den Einsatz. Durch die Detonation zerfiel der Turm in 11.000 Tonnen Betonschutt, die Uniper vor Ort wiederverwerten will. Weitere Abrissarbeiten, darunter das Abreißen des Kesselhauses F und der REA-Anlage, sind für 2025 und 2026 geplant.

Das neue Gaskraftwerk wird vollständig wasserstofffähig sein und kann damit künftig zu 100 Prozent mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Dr. Lars Wiese, der Werksleiter, bezeichnete die Sprengung als "deutliches Signal für Scholvens Weg in Richtung Dekarbonisierung, Versorgungssicherheit und die Zukunftsfähigkeit des Standorts".

Mit dem Abriss des Kühlturms verschwindet ein jahrzehntelanges Symbol der Kohleära – und ebnet den Weg für saubere Energien. Das wasserstofftaugliche Gaskraftwerk von Uniper wird die alte Infrastruktur ersetzen und die Energiewende am Standort vorantreiben. In den kommenden zwei Jahren stehen weitere Rückbauarbeiten an.

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