02 May 2026, 16:09

Kreis Euskirchen testet Krisenreaktion mit großer Erdbeben-Übung

Ein Kreisdiagramm, das den Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen - Verringerung, Vorbereitung, Wiederherstellung und Reaktion - zeigt, die durch Pfeile verbunden sind, um den Fluss zwischen ihnen darzustellen.

Kreis Euskirchen testet Krisenreaktion mit großer Erdbeben-Übung

Kreis Euskirchen führt große Katastrophenschutzübung durch, um Krisenreaktion zu testen

Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenübung durchgeführt, um seine Fähigkeiten zur Bewältigung von Krisensituationen zu überprüfen. An der Übung beteiligten sich fast 100 Einsatzkräfte, die ein schweres Erdbebenszenario durchspielten. Landrat Markus Ramers bezeichnete die Aktion im Nachhinein als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der lokalen Katastrophenvorsorge.

Im Mittelpunkt der Übung stand ein Erdbeben der Stärke 6,5, das den nördlichen Teil des Kreises Euskirchen traf. Das fiktive Unglück verursachte weitreichende Zerstörungen, bei denen zahlreiche Menschen gerettet, medizinisch versorgt und evakuiert werden mussten. Das Szenario wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen entwickelt – basierend auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019.

Die Einsatzleitung übernahm das Führungsstab des Kreises, der als taktisches und operatives Zentrum nach den Vorschriften des Katastrophenschutzes in Nordrhein-Westfalen agierte. Dieses Team, bestehend aus Kräften aller kommunalen Feuerwehren sowie Fachberatern, arbeitet auf der Führungsebene D gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 100. Es kann lokale Feuerwehren unterstützen oder bei komplexen Lagen die Einsatzführung übernehmen.

Rund 100 Ehrenamtliche und Berufskräfte nahmen teil, darunter Feuerwehrleute, das Technische Hilfswerk (THW), Hilfsorganisationen, die Polizei, die Bundeswehr und Vertreter der Kreisverwaltung. Geprüft wurden unter anderem die schnelle Entsendung von Teams, das Management begrenzter Ressourcen, der Aufbau von Kommunikationsnetzwerken und die abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Behörden. Bereits Anfang dieses Jahres hatte derselbe Führungsstab gemeinsam mit der Leitstelle der Feuerwehr Mechernich eine separate Winternotfallübung durchgeführt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ziel der Großübung war es, die Katastrophenschutzsysteme des Kreises Euskirchen weiterzuentwickeln. Landrat Markus Ramers betonte ihre Bedeutung für den Aufbau langfristiger Krisenmanagementstrukturen. Die Leistungen des Einsatzstabs sollen nun in die Planung zukünftiger Schulungen und Notfallkonzepte einfließen.

Quelle