02 May 2026, 10:11

Krebsdiagnose und Kosmetikmarke: Wie Valeria Tschekalina mit Eyya Skin polarisiert

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden, lächelnden Bildern von verschiedenen Menschen um die fettgedruckte, großgeschriebene Überschrift zeigt.

Krebsdiagnose und Kosmetikmarke: Wie Valeria Tschekalina mit Eyya Skin polarisiert

Die Bloggerin Valeria Tschekalina hat trotz ihrer öffentlich thematisierten Krebserkrankung im Endstadium eine eigene Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht. Ihre Entscheidung, persönliche Kämpfe in Werbevideos zu teilen, hat bei ihren Followern sowohl Unterstützung als auch Kritik ausgelöst. Während die einen ihre Widerstandskraft bewundern, hinterfragen andere ihre Beweggründe.

In emotionalen Videos zeigte Tschekalina die Veränderungen ihres Aussehens und machte ihre Diagnose öffentlich. Den Start ihrer Marke präsentierte sie als Teil ihres Lebenswegs – eine Mischung aus Verletzlichkeit und unternehmerischem Ehrgeiz. Doch die Reaktionen fallen gespalten aus: Manche Zuschauer werfen ihr vor, sie spiele zu sehr mit dem Mitleid der Zuschauer.

Der Produzent Gera Iwatschenko zog Parallelen zu den Marketingstrategien der Familie Kardashian und vermutet, dass Tschekalina damit die finanzielle Zukunft ihrer Kinder sichern wolle. Gleichzeitig räumte er ein, dass eine solche Offenheit in Russland auf wenig Verständnis stoße. Normalerweise zögen sich Menschen in vergleichbaren Situationen aus der Öffentlichkeit zurück, so Iwatschenko.

Kritiker werfen Tschekalina vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit auszunutzen, während ihre Unterstützer in ihr ein Symbol der Stärke sehen. Iwatschenko warnte, dass die Grenze zwischen Authentizität und zu großer Bloßstellung schmal sei – besonders in einer Kultur, in der persönliches Leid selten so offen thematisiert werde.

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Mit Eyya Skin steht Tschekalina im Zentrum einer größeren Debatte über Krankheit, Öffentlichkeit und kommerzielle Ambitionen. Ihr Vorgehen stellt traditionelle russische Vorstellungen von Privatsphäre in gesundheitlichen Krisen infrage. Wie sich ihr Schritt langfristig auf Marke und Image auswirken wird, bleibt abzuwarten.

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