Krankenhausschließungen in Solingen: Grünen warnen vor Versorgungskollaps und Jobverlusten
Tobias SchwarzKrankenhausschließungen in Solingen: Grünen warnen vor Versorgungskollaps und Jobverlusten
Die K-Plus-Gruppe hat weitere Krankenhausschließungen in Solingen angekündigt – eine Entscheidung, die bei lokalen Politikern auf Besorgnis stößt. Die Grünen reagierten mit scharfer Kritik und warnten vor den Folgen für die medizinische Versorgung und den Arbeitsmarkt.
Die Schließungen folgen auf die bereits erfolgte Stilllegung der St.-Lukas-Klinik, die die Grünen zuvor als Risiko für die regionale Gesundheitsversorgung eingestuft hatten. Nun fürchten die Grünen, dass durch die Schließung weiterer Einrichtungen Tausende Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren und gezwungen sein werden, woanders nach Stellen zu suchen. Zudem wird erwartet, dass die verbleibenden Krankenhäuser jährlich rund 20.000 zusätzliche Notfalltransporte bewältigen müssen – eine enorme Belastung für die ohnehin angespannte Infrastruktur.
Frank Knoche, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion und Mitglied im Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums Solingen, übt gemeinsam mit der ebenfalls im Gremium sitzenden Martina Zsack-Möllmann harsche Kritik an der Entscheidung des Ministers. Die Partei warnt vor einem massiven Abwandern von Fachkräften, das die bereits bestehenden Engpässe in der medizinischen und pflegerischen Versorgung weiter verschärfen könnte.
Die Grünen konzentrieren sich nun darauf, betroffene Beschäftigte – insbesondere Auszubildende – zu unterstützen. Sie fordern, dass das Solinger Klinikum jungen Fachkräften Perspektiven in ihrem Berufsfeld bieten muss.
Die Schließungen werden die regionale Gesundheitsversorgung weiter belasten und viele Menschen ohne Arbeit zurücklassen. Die Grünen pochen darauf, lokale Versorgungsstrukturen und Berufschancen für medizinisches Personal zu sichern. Priorität habe nun, die Belegschaft in dieser Umbruchphase zu stabilisieren.






