Klimaprotest legt Flughafen Köln/Bonn lahm – 3.000 Passagiere betroffen
Theo SchmitzFlughafenblockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest legt Flughafen Köln/Bonn lahm – 3.000 Passagiere betroffen
Zwei Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation legten im August 2024 den Betrieb am Flughafen Köln/Bonn lahm. Indem sie sich auf einer Rollbahn festklebten, erzwangen sie die Streichung mehrerer Flüge und verursachten erhebliche Verspätungen. Von der Aktion waren direkt rund 3.000 Passagiere betroffen, Tausende weitere hatten mit Folgebeeinträchtigungen zu kämpfen.
Die beiden Aktivisten – eine 45-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann – durchtrennten mit einem Bolzenschneider den Außenzaun des Flughafens, bevor sie die Startbahn erreichten. Ihr Protest führte zur Annullierung von 20 Flügen, einer Umleitung sowie zur Rückkehr von drei Maschinen zum Gate. Der Flughafen bezifferte die Umsatzausfälle durch die Störung auf mindestens 50.000 Euro.
Vor Gericht erhielt der 27-Jährige eine elfmonatige Bewährungsstrafe, die 45-Jährige wurde zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Beide müssen jeweils 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
Die Aktion in Köln/Bonn war Teil einer bundesweiten Protestwelle: Vergleichbare Vorfälle gab es am selben Tag an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Stuttgart und Nürnberg. Bereits im Dezember 2022 (Berlin, München) und Juli 2023 (Hamburg, Düsseldorf) hatte die Letzte Generation durch gleichzeitige Flughafenblockaden für Aufsehen gesorgt.
Insgesamt wurden durch den Vorfall etwa 13.000 Reisende indirekt beeinträchtigt, zusätzlich zu den 3.000 direkt Betroffenen. Die Urteile gegen die Aktivisten umfassen Geldauflagen und Sozialstunden – ein deutlicher Hinweis auf die juristischen Konsequenzen ihres Protests. Der Flughafen prüft weiterhin die genauen Auswirkungen der Blockade auf den Betrieb und die Einnahmen.






