Kirchenkreis Solingen steht vor radikaler Umstrukturierung und Personalreform
Jana BraunKirchenkreis Solingen steht vor radikaler Umstrukturierung und Personalreform
Der Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche bereitet sich auf tiefgreifende Veränderungen in Struktur und Personal vor. Ein zweitägiger Synodalverband, der am Freitag, dem 10. November, beginnt, wird über Vorschläge zu Personalplanung, regionaler Bündelung und finanziellen Anpassungen beraten. Die Diskussionen basieren auf 18 Monaten Vorbereitung durch eigens eingesetzte Arbeitsgruppen.
Die Sitzung startet um 18:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche Mitte, geleitet von Dr. Holger Ueberholz. Alle Veranstaltungen bleiben während des gesamten Wochenendes für die Öffentlichkeit zugänglich.
Drei zentrale Personalkonzepte stehen auf der Tagesordnung der Synode: Sie betreffen Kirchenmusik, Jugend- und Kinderarbeit sowie seelsorgerische Dienste. Mitarbeiter in den Bereichen Musik und Jugendarbeit würden künftig überregional tätig sein, behielten aber einen Standort in ein oder zwei Gemeinden.
Zu den Plänen gehört zudem die Aufteilung des Solinger Kirchenkreises in drei regionale Cluster. Trotz der Umstrukturierung soll jede der zehn Gemeinden weiterhin mindestens eine eigene Pfarrstelle für die Seelsorge behalten. Finanzprognosen deuten darauf hin, dass der Kirchenkreis bis 2030 nur noch 12 Pfarrstellen und zwei Drittel des aktuellen Haushalts zur Verfügung haben wird.
Ein weiterer Punkt der Tagesordnung ist ein Vorhaben, der Diakonischen Einrichtung mehr Eigenständigkeit zu gewähren, während sie weiterhin unter der Aufsicht des Kirchenkreises bleibt. Die Debatten spiegeln eine langfristige Ausrichtung wider – die Arbeitsgruppen haben die Konzepte in den vergangenen eineinhalb Jahren ausgearbeitet.
Die Beschlüsse der Synode werden die Zukunft des Kirchenkreises Solingen prägen. Falls die Änderungen angenommen werden, verändern sie die Personaleinsätze, die regionale Organisation und das Ressourcenmanagement. Die Öffentlichkeit kann an allen Sitzungen teilnehmen, während der Kirchenkreis diese Weichenstellungen für die kommenden Jahre berät.






