Kirchenaustritte in NRW sinken – doch die katholische Kirche verliert weiterhin Mitglieder
Theo SchmitzKirchenaustritte in NRW leicht gesunken - Kirchenaustritte in NRW sinken – doch die katholische Kirche verliert weiterhin Mitglieder
Katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen verzeichnet dritten Rückgang bei Austritten in Folge – doch die Mitgliederzahlen sinken weiter
Die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen hat im dritten Jahr in Folge einen leichten Rückgang der Austrittszahlen verzeichnet. Zwischen 2024 und 2025 sank die Zahl der Kirchenaustritte von 86.946 auf 84.440, doch die Gesamtmitgliedszahl geht weiterhin zurück. Gleichzeitig meldete das Erzbistum Köln für denselben Zeitraum einen Anstieg der Gottesdienstbesucher und der Erwachsenentaufen.
Im Jahr 2025 traten 84.440 Menschen formal aus der katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen aus – ein leichter Rückgang gegenüber den 86.946 Austritten im Vorjahr. Damit setzt sich der Trend sinkender Austrittszahlen zum dritten Mal in Folge fort, auch wenn die Werte historisch gesehen hoch bleiben. In beiden großen christlichen Konfessionen – katholisch und protestantisch – gingen die Austritte in der Region insgesamt auf 152.783 zurück.
Das Erzbistum Köln verzeichnete jedoch positive Entwicklungen bei der Bindung der Gläubigen: Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher stieg von 90.694 im Jahr 2024 auf 94.638 im Jahr 2025, was etwa sechs Prozent der registrierten Katholiken entspricht. Auch die Erwachsenentaufen nahmen deutlich zu – von 199 auf 315 im selben Zeitraum. Generalvikar Guido Assmann bezeichnete diese Trends als ermutigende Anzeichen für ein neu erwachtes Interesse.
Trotz dieser Fortschritte schrumpfte die Gesamtzahl der Katholiken in Nordrhein-Westfalen von 5,8 Millionen auf 5,6 Millionen. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller relativierte die positiven Entwicklungen und nannte sie "Schönfärberei". Die Zahlen blieben "nach wie vor dramatisch", betonte er.
Die Daten zeichnen ein gemischtes Bild für die katholische Kirche in der Region: Zwar verlassen weniger Menschen die Kirche, und einige Kennzahlen zur Bindung der Gläubigen haben sich verbessert, doch der Mitgliederschwund hält an. Die Zunahme bei Gottesdienstbesuchen und Taufen im Erzbistum Köln steht im Kontrast zu dem allgemeinen Trend sinkender Zahlen.






