Heino rockt Bad Belzig: Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann
Theo SchmitzHeino rockt Bad Belzig: Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann
Ein 87-jähriger Schlager- und Volksmusik-Legende sorgte in Bad Belzig für Gesprächsstoff
In Bad Belzig gab ein 87-jähriger Schlager- und Volksmusik-Star ein Konzert, das schnell zum Stadtgespräch wurde. Heino trat vor begeistertem Publikum auf – die Veranstaltung galt als Solidaritätsbekundung für Richard Mänder, einen Feuerwehrmann, dem nach dem Abspielen einer umstrittenen Version der deutschen Nationalhymne die Kündigung drohte.
Das Programm umfasste Heinos größte Hits, darunter Blau blüht der Enzian, Rosamunde und Karamba, Karacho, ein Whisky. Zudem sang er Schwarzbraun ist die Haselnuss – ein Lied, das Teile des Publikums zu "Ostdeutschland, Ostdeutschland!"-Rufen animierte. Unter den Gästen befand sich auch die Schlagersängerin Melanie Müller, die kürzlich wegen des Hitlergrußes auf der Bühne verurteilt worden war.
Heinos Manager, Helmut Werner, betonte, das Konzert diene der Unterstützung Mänders. Der Feuerwehrmann war von seinen Ämtern enthoben worden, nachdem er bei einer Feuerwehrmeisterschaft Heinos Aufnahme der ersten Strophe der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren gespielt hatte. Mänder bestreitet rechtsextreme Tendenzen und wirft dem Feuerwehrverband vor, ihn unfair behandelt zu haben.
Lars Schieske, AfD-Bundestagsabgeordneter, lobte die Veranstaltung als Zeichen des Zusammenhalts. Werner wies unterdessen Kritik zurück, die Heino eine rechtspopulistische Haltung unterstellte. Stand März 2026 gibt es keine neuen Erkenntnisse darüber, wie sich Mänders Ausschluss auf künftige Feuerwehrwettkämpfe oder Personalentscheidungen auswirkt.
Das Konzert in Bad Belzig stand im Fokus, weil es Musik und politische Untertöne verband. Während Heinos Auftritt seine lange Karriere feierte, warf die Veranstaltung auch Fragen zu Meinungsfreiheit und disziplinarischen Maßnahmen im öffentlichen Dienst auf. Die Kontroverse um Mänders Entlassung bleibt ungeklärt – offizielle Stellungnahmen zu den Folgen stehen aus.






