Großrazzia gegen Schlepperring: Behörden zerschlagen kriminelles Netzwerk in drei Bundesländern
Theo SchmitzGroßrazzia gegen Schlepperring: Behörden zerschlagen kriminelles Netzwerk in drei Bundesländern
Großrazzia gegen organisierte Kriminalität: Behörden zerschlagen Schlepper- und Lohnbetrugsring
Diese Woche fand eine großangelegte Razzia gegen ein kriminelles Netzwerk statt, nachdem Behörden in drei Bundesländern gleichzeitig zugeschlagen hatten. Das Hauptzollamt Dortmund, unterstützt von der örtlichen Polizei, nahm eine Gruppe ins Visier, der großangelegte illegale Beschäftigung, Lohnbetrug und Menschenschmuggel vorgeworfen werden. Ermittler gehen davon aus, dass durch die Aktion ein seit langem aktives kriminelles Netzwerk empfindlich gestört wurde.
Am Dienstag, dem 29. Oktober 2024, durchsuchten rund 180 Beamte im Rahmen von 24 Durchsuchungsbefehlen Objekte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bremen. An der Aktion beteiligt waren die Zollfahndung Siegen sowie Kriminalbeamte der Kreispolizeibehörde Olpe. Bei den Razzien beschlagnahmten die Behörden sechs Luxusfahrzeuge, Bargeld und froren mehrere Konten ein, die mit illegalen Gewinnen in Verbindung stehen.
Die Gruppe soll ausländische Arbeitskräfte ohne gültige Visa nach Deutschland eingeschleust und sie anschließend illegal auf Baustellen im ganzen Land eingesetzt haben. Neben Menschenhandel wird den Verdächtigen vorgeworfen, Löhne vorenthalten, Steuern hinterzogen und die Sozialkassen der Bauwirtschaft um Millionenbeträge betrogen zu haben. Erste Schätzungen zufolge belaufen sich die ausstehenden Sozialabgaben allein auf über 4,4 Millionen Euro.
Die Ermittler deckten ein Geflecht aus Briefkastenfirmen auf, das dazu diente, das Ausmaß der illegalen Beschäftigung zu verschleiern. Bei den Durchsuchungen wurden zudem in zwei Wohnungen nicht angemeldete Schusswaffen sichergestellt, was die Vorwürfe weiter verschärft. Wie viele Beschuldigte aktuell im Fokus der Ermittlungen stehen, wollten die Behörden noch nicht bestätigen.
Die Operation zählt zu den größten Schlagen gegen Wirtschaftskriminalität in der Region in diesem Jahr. Mit beschlagnahmten Vermögenswerten und mehreren offenen Ermittlungssträngen läuft das Verfahren weiter. Die Behörden warnten, dass mit der Auswertung der Beweise weitere Festnahmen und Anklagen folgen könnten.






