Gewaltwelle bei BVB-Spielen erschüttert Dortmund mit Raub und Pyro-Attacken
Nina HerrmannGewaltwelle bei BVB-Spielen erschüttert Dortmund mit Raub und Pyro-Attacken
Serie gewalttätiger Vorfälle im Umfeld von Fußballspielen erschüttert Dortmund
In den vergangenen zwei Monaten hat eine Reihe gewaltsamer Zwischenfälle im Zusammenhang mit Fußballspielen die öffentliche Ordnung in Dortmund schwer beeinträchtigt. Die Polizei reagierte mit Festnahmen, Stadionverboten und strafrechtlichen Ermittlungen nach Auseinandersetzungen zwischen Fans von Borussia Dortmund, dem FC Internazionale Mailand, dem FC Bayern München und dem Hamburger SV.
Der erste größere Vorfall ereignete sich am 28. Januar 2026 vor dem Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Internazionale Mailand. Bei einem bewaffneten Raubüberfall nahm die Polizei 16 Tatverdächtige vorläufig fest. Zudem verhängten die Behörden nach dem Vorfall 152 Stadionverbote.
Am 28. Februar 2026 versuchten Auswärtsfans des FC Bayern München, während eines Spiels von Borussia Dortmund gewaltsam die Stadionkontrollen zu umgehen. Die Lage eskalierte, sodass die Polizei eingreifen musste, um die Ordnung wiederherzustellen.
Am 21. März 2026 wurden schließlich zwei Raubüberfälle im Dortmunder Stadtzentrum vor dem Spiel zwischen dem BVB und dem Hamburger SV gemeldet. Fans von Borussia Dortmund sollen dabei gezielt Anhänger des Hamburger SV angegriffen haben. Während der Partie zündeten Unbekannte im Stadion Pyrotechnik.
Nach dem Abpfiff blockierte eine Gruppe von etwa 300 größtenteils vermummten Borussia-Dortmund-Fans die Mannschaftsbusse des Hamburger SV. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fangruppen. Trotz der Festnahmen wurde bisher keiner der 16 vorläufig inhaftierten Tatverdächtigen aus den Vorfällen vom 21. März wegen der Vorwürfe im Zusammenhang mit gewaltsamen Blockaden und Angriffen angeklagt oder verurteilt.
Die Polizei hat inzwischen 34 strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet, die sich auf Delikte wie Diebstahl, Raub, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Störung der öffentlichen Ordnung und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz beziehen.
Die Behörden betonten erneut ihr Engagement für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und die Verhinderung von Straftaten im Umfeld von Fußballveranstaltungen. Wer Spiele als Gelegenheit für rechtswidriges Verhalten nutzt, muss mit konsequenten juristischen Maßnahmen rechnen. Die Ermittlungen dauern an; weitere Updates werden im Verlauf der Verfahren erwartet.






