Geheime Pläne: Solingens Zentrum für verfolgte Künste soll für 28 Millionen Euro saniert werden
Jana BraunGeheime Pläne: Solingens Zentrum für verfolgte Künste soll für 28 Millionen Euro saniert werden
Pläne für den Ausbau und die Sanierung des Zentrums für verfolgte Künste in Solingen sind bekannt geworden. Das Projekt mit einem geschätzten Budget von 28 Millionen Euro wurde bei einem nicht öffentlichen Treffen am 24. November 2022 erörtert. Details wurden erst nach der Einreichung eines Antrags für eine Sitzung des LVR-Kulturausschusses im Januar bekannt.
Am 24. November 2022 trafen sich der Aufsichtsrat und die Gesellschafter des Zentrums für verfolgte Künste. Falk Dornseifer, CDU-Ratsmitglied, nahm als Vertreter des Landesverbands Rheinland teil. Sebastian Haug, ebenfalls CDU-Mitglied, fehlte aufgrund einer parallel stattfindenden Sitzung in Düsseldorf.
Während des Treffens wurde eine Machbarkeitsstudie der ingenhoven associates GmbH vorgestellt. Diese skizzierte mögliche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen für das Gebäude an der Wuppertaler Straße. Die geschätzten Kosten für das Vorhaben wurden auf 28 Millionen Euro beziffert.
Bürgermeister Tim Kurzbach kündigte später an, dass die Stadt das Projekt finanzieren und umsetzen wolle. Die Verwaltung hatte die politischen Gruppen des Stadtrats jedoch nicht über die Pläne informiert. Auch der Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus hatte seit März 2022 weder über die Vorhaben diskutiert noch Updates erhalten.
Sowohl die Sitzungen des Aufsichtsrats als auch der Gesellschafterversammlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, und die Teilnehmer unterliegen der Vertraulichkeit. Wichtig ist, dass diese Gremien keine rechtliche Entscheidungsbefugnis über die Sanierung oder den Ausbau des alten Gräfrather Rathauses besitzen.
Die Pläne wurden erst durch einen Antrag an den LVR-Kulturausschuss im Januar öffentlich. Die Stadt Solingen beabsichtigt nun, das Projekt voranzutreiben. Den politischen Gruppen des Stadtrats waren vor der Bekanntgabe keine offiziellen Informationen zugeleitet worden.
