27 June 2026, 12:07

Ex-Bahnchef Grube auf Gleisen: Warum dieses Foto für Empörung sorgt

Fragwürdiges Rollenmodell: Herr Grube, sind Fotos im Gleisbereich wirklich eine gute Idee?

Ex-Bahnchef Grube auf Gleisen: Warum dieses Foto für Empörung sorgt

Ein Pressebild des ehemaligen Deutsche-Bahn-Chefs Rüdiger Grube, das ihn in einem Gleisbereich zeigt, hat unter Eisenbahnmitarbeitern Empörung ausgelöst. Die Aufnahme, die während einer Inspektion im Jahr 2014 entstand, wirft Fragen zur Sicherheit und zur Einhaltung interner Vorschriften auf.

Das Foto wurde im Juni 2014 bei einer Presseveranstaltung in der Nähe von Ratingen aufgenommen. Grube begutachtete dort gemeinsam mit dem damaligen Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, sowie Fotojournalisten Sturmschäden auf einem gesperrten Streckenabschnitt. Die Bildagentur Picture Alliance fertigte die Aufnahme mit Grubes Einverständnis an; es handelt sich nicht um eine Fotomontage.

Die Deutsche Bahn hat die Problematik des Fotos eingeräumt. Das Unternehmen kündigte an, den Vorfall zum Anlass zu nehmen, um die Mitarbeiter der Pressestelle erneut über Sicherheitsvorgaben zu informieren. Der Zutritt zu Gleisanlagen unterliegt strengen Regelungen – unklar bleibt, ob Grube im Rahmen seiner dienstlichen Pflichten handelte.

Kritik gibt es vor allem wegen des scheinbar lässigen Umgangs mit Sicherheitsbestimmungen. Bahn und Bundespolizei warnen seit Langem vor den Gefahren im Eisenbahnbetrieb. Unbefugte auf den Gleisen zwingen Züge häufig zum Stoppen, was zu Verspätungen und Ausfällen führt.

Das Foto lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit auf Schienenwegen. Die Deutsche Bahn will das Thema intern aufarbeiten, um die Einhaltung der Vorschriften zu stärken. Der Vorfall unterstreicht zudem die Risiken, die von unbefugtem Gleisbetreten ausgehen – mit Folgen für den Betrieb und die Sicherheit von Menschenleben.

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