02 April 2026, 00:27

Europas leistungsstärkster Quantencomputer in Paderborn revolutioniert photonische Forschung

Ein altes Buchblatt mit einer Zeichnung eines Dorfes, umgeben von Häusern, Bäumen, Hügeln und einem bewölkten Himmel, mit der Inschrift "Günterberg, Deutschland, 1857" unten.

Europas leistungsstärkster Quantencomputer in Paderborn revolutioniert photonische Forschung

Europas leistungsstärkster quantencomputer auf Stichprobenbasis vorgestellt

An der Universität Paderborn wurde Europas größter Quantenccomputer auf Basis von Stichprobenmessungen präsentiert. Das System mit dem Namen PaQS (Programmierbarer quantenoptischer Stichprobennehmer) nutzt gepresstes Licht – eine Quantentechnologie, die über optische Wellenleiter erzeugt wird. Das Projekt ist Teil von Deutschlands Bestrebungen, eine führende Rolle in der photonischen Quanteninformatik einzunehmen, und wird mit rund 50 Millionen Euro gefördert.

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PaQS gilt als Europas fortschrittlichstes System für Gaußsches Bosonen-Sampling. Sein Design überzeugt durch beispiellose Flexibilität und Programmierbarkeit, ermöglicht durch ein vollständig integriertes und konfigurierbares Interferometer. Damit können Forscher:innen eine breite Palette quantenoptischer Konfigurationen umsetzen.

Entwickelt wurde der Quantenccomputer im Rahmen der Initiative PhoQuant, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird. Beteiligt sind unter anderem Menlo Systems, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF Jena, Swabian Instruments sowie Q.ANT. Ziel des Projekts ist es auch, das Verständnis verschiedener Quantencomputing-Plattformen zu vertiefen.

Deutschlands Engagement im Bereich der photonischen Quanteninformatik geht jedoch über PaQS hinaus: Das PhotonQ-Konsortium, angeführt von der Universität Stuttgart, arbeitet in der baden-württembergischen Landeshauptstadt an einem photonischen Quantenprozessor. Gleichzeitig konzentriert sich das Projekt SmaraQ auf die Integration von Quantenoptik in Chips für Ionenfallen-Systeme. Ein weiteres Vorhaben, das Start-up planqc, entwickelt Quantenccomputer, die bei Raumtemperatur mit gefangenen Atomen funktionieren. Zusätzliche Initiativen wie Quantenrepeater.Net und TransEuroOGS zielen darauf ab, Quantenprozessoren zu vernetzen und eine grenzüberschreitende Quantenkommunikationsinfrastruktur aufzubauen.

Photonische Quantenccomputer versprechen Vorteile wie Skalierbarkeit und hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten. Dennoch steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen. Weitere Informationen zur PhoQuant-Forschung finden sich auf der Website der Universität Paderborn.

PaQS stellt einen wichtigen Meilenstein in Deutschlands Quantencomputing-Strategie dar. Mit seiner programmierbaren Architektur und der Technologie des gepressten Lichts bildet das System eine Grundlage für künftige Fortschritte. Durch die gebündelten Initiativen will das Land seine Position als führende Kraft in der photonischen Quantenforschung weiter ausbauen.

AKTUALISIERUNG

Germany Unveils Euro-Q-Exa: A New Quantum Milestone

Germany has launched Euro-Q-Exa, a 54-qubit quantum computer in Garching in February 2026. This marks a major step in Europe's quantum infrastructure. Key developments include:

  • Part of EuroHPC's network, offering cloud access to researchers across Europe.
  • "Technological sovereignty determines Europe's future," says Minister Blume, highlighting scalability and innovation.
  • Complements photonic systems like PaQS, expanding Germany's quantum leadership.