Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen durch
Voltfang eröffnet Europas größte Fabrik für Second-Life-Batteriespeicher in Aachen
Das Unternehmen Voltfang hat in Aachen Europas größte Produktionsstätte für Energiespeichersysteme aus gebrauchten E-Auto-Batterien in Betrieb genommen. Die wiederverwendeten Akkus werden zu großskaligen Speicherlösungen umfunktioniert – ein Schritt, der angesichts der rasant wachsenden Nachfrage nach solchen Systemen auf dem Kontinent an Bedeutung gewinnt.
Die neue Fabrik befindet sich in den ehemaligen Produktionshallen von Next.e.GO im Aachener TRIWO Technopark. Auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern gelegen, lässt sich die Anlage so ausbauen, dass sie Speichersysteme mit einer jährlichen Kapazität von bis zu einem Gigawattstunde (GWh) herstellen kann. Bis 2026 plant das Unternehmen, eine Speicherkapazität von 250 Megawattstunden (MWh) pro Jahr zu produzieren.
Zudem hat Voltfang in einer Series-B-Finanzierungsrunde unter Führung von Forward.One über 15 Millionen Euro eingesammelt. Die Mittel fließen in die Weiterentwicklung des Venma-Energiemanagementsystems, das nun mit KI-Funktionen ausgestattet ist. Die Updates sollen die Leistung und Effizienz der Batterien optimieren.
Der Bedarf an großskaligen Speicherlösungen steigt stark an. Allein Deutschland wird laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme bis 2030 Speicherkapazitäten von 100 GWh und bis 2045 von 180 GWh benötigen. Voltfangs Ansatz, ausgediente E-Auto-Batterien wiederzuverwenden, trägt dazu bei, diese Nachfrage zu decken – und reduziert gleichzeitig Abfall.
Die Fabrik in Aachen markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Skalierung von Second-Life-Batteriespeichern. Mit KI-gestützten Systemen und erweiterter Produktionskapazität positioniert sich Voltfang als zentraler Akteur in Europas Energiewende. Das Wachstum des Unternehmens fällt zusammen mit den Prognosen für einen stark steigenden Speicherbedarf in den kommenden Jahrzehnten.






