Europäische Großrazzia gegen Schwarzgeld: Deutsche Zollbeamte beschlagnahmen 1,6 Millionen Euro
Theo SchmitzEuropäische Großrazzia gegen Schwarzgeld: Deutsche Zollbeamte beschlagnahmen 1,6 Millionen Euro
Deutsche Zollbehörden spielten Schlüsselrolle bei europaweiter Razzia gegen nicht deklarierte Bargeldtransporte
Im vergangenen November waren deutsche Zollbeamte maßgeblich an einer großangelegten europäischen Aktion gegen die unerlaubte Mitführung großer Bargeldbeträge beteiligt. Die unter dem Namen „BELENOS II“ durchgeführte Operation richtete sich gegen Reisende, die hohe Geldsummen ohne ordnungsgemäße Deklaration mitführten. Im Rahmen der Kampagne wurden europaweit über 1,6 Millionen Euro an nicht angemeldeten Geldern beschlagnahmt.
Die internationale Kooperation umfasste 22 EU-Mitgliedstaaten und wurde von den französischen und spanischen Zollbehörden in Zusammenarbeit mit Europol koordiniert. Auf deutscher Seite führte das Zollkriminalamt die Ermittlungen an und arbeitete mit 13 Hauptzollämtern zusammen, um Geldströme zu überwachen. Besonders im Fokus standen Bargeldbeträge von 10.000 Euro oder mehr, die in die EU ein- oder aus ihr ausgeführt wurden.
Am Flughafen Berlin Brandenburg entdeckten und beschlagnahmten Beamte über 61.000 Euro bei einem einzelnen Reisenden. Dieser Fall löste ein förmliches Freigabeverfahren durch das Hauptzollamt Potsdam aus. Solche Verfahren dienen dazu, innerhalb von 30 Tagen die Herkunft oder den Verwendungszweck der beschlagnahmten Gelder zu klären.
Im Verlauf von „BELENOS II“ deckten die Zollteams mehr als 110 Fälle nicht deklarierter Bargeldmitführungen auf. Besteht der Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung, sind die Behörden berechtigt, die Gelder zur weiteren Prüfung einzuziehen. Die Aktion unterstrich die geltenden Vorschriften, wonach Reisende Bargeld oder gleichwertige Zahlungsmittel ab 10.000 Euro anmelden müssen.
Die Ergebnisse von „BELENOS II“ zeigen die anhaltenden Bemühungen zur Bekämpfung illegaler Geldbewegungen in Europa. Die deutschen Zollbehörden leisteten einen erheblichen Beitrag zum Erfolg der Operation – mit zahlreichen Beschlagnahmungen und laufenden Ermittlungen. Die Behörden setzen weiterhin auf strenge Kontrollen und Meldepflichten für große Bargeldbeträge an den EU-Außengrenzen.






