15 March 2026, 20:15

Düsseldorfer Demo fordert bundesweite Prüfung rechtsextremer Parteien wie der AfD

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Schilder und Plakate, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts zu sehen ist.

Düsseldorfer Demo fordert bundesweite Prüfung rechtsextremer Parteien wie der AfD

Demonstration in Düsseldorf fordert bundesweite Überprüfung rechtsextremer Parteien

Am Samstag, den 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Kundgebung statt, die eine bundesweite Prüfung rechtsextremer Parteien fordert. Organisiert wird die Veranstaltung vom Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi). Ziel ist es, eine Überprüfung aller Parteien zu erreichen, die vom Bundesverfassungsgericht als rechtsextrem eingestuft oder unter Extremismusverdacht stehen.

Die unter dem Motto «UNTERSUCHEN!» stehende Demonstration setzt sich für den Schutz demokratischer Grundsätze und der Rechtsstaatlichkeit ein. Sie erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Alternative für Deutschland (AfD) vom Bundesamt für Verfassungsschutz weiterhin als «Verdachtsfall» für Rechtsextremismus eingestuft wird. Mehrere Landesverbände der AfD – darunter in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg – wurden von den jeweiligen Landesbehörden bereits als rechtsextrem bestätigt. Die bundesweite Einstufung als «gesichert rechtsextrem» wurde jedoch vom Verwaltungsgericht Köln in einem einstweiligen Beschluss vorläufig ausgesetzt, bis die Hauptverfahren abgeschlossen sind.

Der Bundesrat könnte eine solche Prüfung mit einfacher Mehrheit einleiten, doch mehrere Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, unterstützen den Vorstoß bisher nicht. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, sich um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu versammeln, um gemeinsam nach Düsseldorf zu reisen. Die Kundgebung selbst beginnt um 14:00 Uhr vor dem nordrhein-westfälischen Landtag.

Weitere Informationen zu Anreise und Programm sind auf der Website des Vereins (*www.pruef-demos.de*) sowie auf dessen Social-Media-Kanälen abrufbar.

Mit der Veranstaltung soll Druck auf die Behörden ausgeübt werden, den rechtlichen Status rechtsextremer Parteien zu überprüfen. Da die Einstufung der AfD weiterhin rechtlich umstritten ist, könnte das Ergebnis einer solchen Prüfung weitreichende Folgen für die politische Landschaft Deutschlands haben. Die Organisatoren haben klare Hinweise für die Teilnehmenden bereitgestellt, darunter Treffpunkte und Abfahrtszeiten.

Quelle