Dreister Millionenraub: 3.250 Schließfächer der Sparkasse Gelsenkirchen geplündert

Admin User
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Ein Schwarz-Weiß-Bild einer belebten MarktSzene mit Gruppen von Menschen, die gehen, einige stehen, Geschäften mit hängenden Kleidern, Gebäuden mit Fenstern, einem Eimer und einem Namensschild, mit einem Wasserzeichen im rechten oberen Eck.

Kriminalermittler fordern Kontrollmechanismen für Schließfächer - Dreister Millionenraub: 3.250 Schließfächer der Sparkasse Gelsenkirchen geplündert

Spektakulärer Bankraub bei der Sparkasse Gelsenkirchen: Diebe plündern 3.250 Schließfächer

Am 29. Dezember 2025 kam es in der Filiale der Sparkasse Gelsenkirchen im Stadtteil Buer zu einem dreisten Bankraub. Die Täter brachen etwa 3.250 Kundenschließfächer auf und erbeuteten dabei vermutlich einen zweistelligen Millionenbetrag in Euro. Die Entdeckung des Einbruchs erfolgte am frühen Morgen, nachdem ein Feueralarm die Behörden auf den Vorfall aufmerksam gemacht hatte.

Die Einbrecher drangen über einen Archivraum in das Bankgebäude ein und bohrten anschließend ein großes Loch in den Tresor. Nahezu alle Schließfächer der Anlage wurden geöffnet. Die Tat könnte sich über mehrere Tage hingezogen haben, bevor sie bemerkt wurde.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert seitdem schärfere Kontrollen für Schließfächer, um Geldwäsche vorzubeugen. Oliver Huth, Landesvorsitzender des BDK in Nordrhein-Westfalen, kritisierte die fehlende Regulierung: „Jeder kann dort Bargeld lagern, ohne dass jemand nachfragt.“ Als Beispiel nannte er den Fall einer Kindergärtnerin, die 300.000 Euro in bar in ihrem Schließfach aufbewahrt habe. Dies deute darauf hin, dass einige Mieter möglicherweise illegale Gelder horteten. Ein Anwalt, der betroffene Kunden vertritt, wies jedoch die Annahme zurück, dass die gestohlenen Inhalte zwangsläufig kriminellen Ursprungs seien. Viele Schließfachbesitzer hätten rechtmäßige Ansprüche auf ihre eingelagerten Wertgegenstände, argumentierte er. Huth räumte ein, dass einige Nutzer auch Opfer sein könnten, die Familienerbstücke verwahren – betonte aber, dass Bargeld stattdessen auf Sparkonten gehören sollte. Aktuell haben Banken keine Möglichkeit zu überprüfen, was in den Schließfächern gelagert wird, da diese von der sechsten EU-Geldwäscherichtlinie nicht erfasst werden.

Der Raub in Gelsenkirchen hat die Debatte über die Sicherheit und Regulierung von Schließfächern neu entfacht. Ohne gesetzliche Aufsicht gestaltet sich die Verfolgung möglicher Geldwäscheaktivitäten für die Behörden schwierig. Unterdessen warten die betroffenen Kunden auf weitere Ermittlungsergebnisse zu den gestohlenen Werten.

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