Dortmunds Kriminalitätsstatistik 2024: Mehr Straßenraub, aber hohe Aufklärungsquote bleibt
Theo SchmitzDortmunds Kriminalitätsstatistik 2024: Mehr Straßenraub, aber hohe Aufklärungsquote bleibt
Dortmund verzeichnete 2024 einen moderaten Anstieg der Kriminalität, wobei die Gesamtzahl der registrierten Straftaten auf 73.209 stieg. Dies entspricht einem Plus von 4,23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – allerdings verlangsamte sich das Wachstum im Vergleich zum deutlichen Anstieg zwischen 2022 und 2023. Dank der Polizeiarbeit bleibt die Aufklärungsquote der Stadt weiterhin führend unter den Großstädten Nordrhein-Westfalens.
Besonders Straßenkriminalität entwickelte sich zu einem wachsenden Problem und stieg um 19,09 Prozent gegenüber 2023. Fast 43 Prozent dieser Delikte betrafen kraftfahrzeugbezogene Straftaten. Auch die Gewaltkriminalität nahm zu: Mit 3.660 Fällen wurde ein Anstieg von knapp sieben Prozent verzeichnet. Straßenraub stieg leicht um zwei Prozent auf insgesamt 408 Fälle.
Bei Wohnungseinbrüchen gab es einen spürbaren Anstieg – 64 Fälle mehr als im Vorjahr brachten es auf eine Gesamtzahl von 1.312. Gleichzeitig gingen Tötungsdelikte auf 32 Fälle zurück, wobei die Polizei fast 81 Prozent davon aufklärte. Straftaten im Zusammenhang mit kindpornografischem Material erreichten 143 Fälle bei einer Aufklärungsquote von 81,82 Prozent.
Als Reaktion auf die zunehmenden Bedrohungen richtete die Dortmunder Polizei im April 2024 eine Sonderermittlungseinheit ein. Diese konzentriert sich auf Wiederholtäter, die mit Waffen drohen, und hat bisher 125 rechtlich bindende Messerverbote verhängt.
Insgesamt klärte die Dortmunder Polizei 54,79 Prozent aller angezeigten Straftaten im Jahr 2024 auf – die höchste Quote in der Region. Zwar stiegen einige Deliktbereiche an, doch fiel der Gesamtanstieg geringer aus als in den Vorjahren. Die Behörden setzen weiterhin auf zielgerichtete Maßnahmen, um neuen Gefahrenlagen zu begegnen.






