Deutsche Bahn verschiebt digitales Stellwerk in Köln erneut – jetzt auf Januar 2027
Theo SchmitzDeutsche Bahn verschiebt digitales Stellwerk in Köln erneut – jetzt auf Januar 2027
Deutsche Bahn verschiebt Inbetriebnahme des neuen digitalen Stellwerks in Köln auf Januar 2027
Das 360 Millionen Euro teure Projekt soll die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Schienenverkehr für Fahrgäste verbessern. Der Kölner Hauptbahnhof bleibt ein zentraler Knotenpunkt, der täglich 1.300 Züge und Hunderttausende Pendler abwickelt.
Ursprünglich war die Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks für November 2025 geplant. Ein Softwarefehler führte jedoch zu Verzögerungen, was Verkehrsminister Oliver Krischer 2026 zu der Äußerung veranlasste, die Situation gleiche „einer Szene aus dem Irrenhaus“. Weitere Rückschläge ergaben sich durch Abstimmungsprobleme mit dem Hersteller sowie die Suche nach einem geeigneten Zeitfenster für die notwendigen Sperrpausen im Rahmen anderer Großbaustellen.
Nun ist die Inbetriebnahme für Januar 2027 vorgesehen. Um das System zu aktivieren, wird der Kölner Hauptbahnhof vom 8. bis 19. Januar 2027 für den Regional- und Fernverkehr komplett gesperrt. In dieser Zeit führt die DB InfraGO zudem Sanierungs-, Bau- und Abrissarbeiten am Kölner Hauptbahnhof sowie am Bahnhof Messe/Deutz durch.
Am Bahnhof Köln Messe/Deutz bleiben die Fernverkehrsgleise 11 und 12 geöffnet. Der Regionalverkehr wird dort jedoch für die Dauer der Sperrung eingestellt.
Die Investition von 360 Millionen Euro in drei digitale Stellwerke soll den Bahnverkehr langfristig zuverlässiger machen. Sobald das System in Betrieb ist, sollten sich Verspätungen verringern und die Pünktlichkeit verbessern. Die Sperrung im Januar ermöglicht zwar dringend benötigte Modernisierungen, wird den Bahnbetrieb aber fast zwei Wochen lang erheblich beeinträchtigen.






