CDU Solingen fordert Aufklärung: Wie viele Kinder leiden unter Mobbing in Schulen?
Tobias SchwarzCDU Solingen fordert Aufklärung: Wie viele Kinder leiden unter Mobbing in Schulen?
Mobbing unter Schulkindern bleibt ein drängendes Problem in Deutschland – aktuelle Zahlen unterstreichen das Ausmaß der Betroffenheit. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Krankenkasse Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, dass etwa jedes sechste Kind bundesweit von Mobbing betroffen ist. Nun fordert die CDU Solingen eine genauere Prüfung der lokalen Präventionsmaßnahmen in Schulen und Kitas.
Im Mittelpunkt der CDU-Anfrage steht die Frage, wie verbreitet Mobbing im Solinger Bildungssystem ist. Geht man von den bundesweiten Durchschnittswerten aus, könnten allein in der Stadt rund 2.800 Schülerinnen und Schüler betroffen sein. Die Partei möchte zudem wissen, wie viele Fachkräfte in Kitas und Grundschulen speziell für die Präventionsarbeit eingesetzt werden.
Bundesweite Daten verdeutlichen die Dimension des Problems: Die PISA-Studie 2022 ergab, dass 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mehrmals im Monat gemobbt werden. Auch digitales Mobbing nimmt zu – laut der Cyberlife-IV-Studie waren 16,7 Prozent der 8- bis 21-Jährigen, das entspricht potenziell 1,8 Millionen jungen Menschen, bereits von Belästigungen im Netz betroffen. Für Solingen liegen jedoch keine konkreten Zahlen zu Cybermobbing-Fällen der vergangenen fünf Jahre vor.
Die CDU hinterfragt nun, wie wirksam die bestehenden Präventionsprogramme sind und nach welchen Kriterien ihr Erfolg gemessen wird. Das Thema soll in Kürze in zwei zentralen Ausschüssen beraten werden, wobei die Partei eine Vertiefung der Debatte über lokale Lösungsansätze anstrebt.
Die Anfrage deckt vor allem Datenlücken auf lokaler Ebene auf, insbesondere beim digitalen Mobbing. Angesichts der bundesweit hohen Zahlen – sowohl bei Mobbing im realen Leben als auch im Netz – könnte die Solinger Überprüfung künftige Präventionsstrategien maßgeblich prägen. Der Vorstoß der CDU könnte dazu beitragen, die Unterstützung für betroffene Kinder nachhaltig zu stärken.






