CDU in Solingen vertagt Schulbau-Debatte und fordert mehr Dialog mit Betroffenen
Nina HerrmannCDU in Solingen vertagt Schulbau-Debatte und fordert mehr Dialog mit Betroffenen
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat hat beschlossen, die Diskussionen über Schulbauinvestitionen, die nicht im aktuellen 380-Millionen-Euro-Förderpaket enthalten sind, zu vertagen. Die Partei argumentiert, dass das Thema dringend politische Aufmerksamkeit erfordere und keine Spaltung zwischen den Schulen verursachen dürfe.
Daniel Flemm, Vorsitzender der CDU-Fraktion, kritisierte Oberbürgermeister Tim Kurzbach dafür, dass dieser in schwierigen Entscheidungslagen die Verantwortung an die Verwaltung delegiere. Flemm bestand darauf, dass Kurzbach sich direkt mit den Betroffenen der Investitionsentscheidungen auseinandersetzen müsse. Zudem betonte er, dass die Zukunft der Solinger Schulen durch einen unmittelbaren Dialog mit den beteiligten Gemeinden gestaltet werden solle.
Torsten Küster, bildungspolitischer Sprecher der CDU, forderte zügiges Handeln bei zusätzlichen Schulbauprojekten. Er unterstrich, dass Schulen, die bereits auf dringend notwendige Investitionen warteten, nicht vernachlässigt werden dürften. Küster schlug vor, dass neben Schulleitungen auch Vertreter von Eltern und Schülern in die künftige Planung einbezogen werden sollten.
Die CDU will verhindern, dass Schulen als politisches Instrument missbraucht werden. Die Partei plädiert für eine gründliche Prüfung der spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen jeder einzelnen Schule. Zudem hat sie angeregt, dass Stadtpolitiker und Schulvertreter gemeinsam die nächsten Schritte der Investitionsplanung erarbeiten.
Mit dem Antrag, die Tagesordnungspunkte zu verschieben, will die CDU Missverständnisse vermeiden und einen fairen Prozess gewährleisten. Die Partei erwartet, dass alle Beteiligten an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Die Schulen in Solingen könnten nun eine inklusivere Herangehensweise bei der Bewältigung ihrer Bau- und Investitionsbedürfnisse erleben.
