Buschfeld in Solingen: Wohnbaufläche oder Agrarland – der Streit eskaliert
Jana BraunBuschfeld in Solingen: Wohnbaufläche oder Agrarland – der Streit eskaliert
Das Gebiet Buschfeld in Solingen soll seinen Status als potenzielle Wohnbau-Flächenreserve im Düsseldorfer Landesplan verlieren. Der Vorschlag, das Areal als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche neu einzustufen, stößt auf breite Zustimmung – doch es gibt auch Widerstand.
Das Planungsgremium des Landschaftsverbands hat empfohlen, Buschfeld künftig als Freiraum und Agrarland auszuweisen. Befürworter argumentieren, die Umwidmung werde den natürlichen und landwirtschaftlichen Wert des Gebiets schützen.
Doch nicht alle unterstützen die Entscheidung. Die FDP/Freie Wähler-Fraktion sowie ein SPD-Vertreter aus Wuppertal stimmten dagegen. Auch die Industrie- und Handelskammer Niederrhein und die Handwerkskammer Düsseldorf lehnten den Plan im Rahmen der Anhörung ab.
Die FDP/Freie Wähler kritisierten, die Neuklassifizierung schränke Solingens Entwicklungsspielraum für die Zukunft ein. Die Debatte spiegelt einen grundsätzlichen Konflikt in der Stadt wider: Wie lassen sich Flächenschutz und Baulandbedarf in Einklang bringen? Angesichts der begrenzten Expansionsmöglichkeiten Solingens – bedingt durch seine Topografie und regulatorische Vorgaben – ist die Frage besonders umstritten.
Die endgültige Entscheidung über die Umwidmung liegt nun beim gesamten Landschaftsverband. Wird der Plan gebilligt, scheidet Buschfeld als mögliche Wohnbaufläche aus. Solingen muss seine Flächenpolitik dann mit weniger Optionen für städtische Erweiterung gestalten.






