Bürgergemeinschaft Solingen wirft Politik Versagen nach Genesis-Pleite und Kirchenskandal vor
Nina HerrmannBürgergemeinschaft Solingen wirft Politik Versagen nach Genesis-Pleite und Kirchenskandal vor
Bürgergemeinschaft Solingen zeigt sich empört über das Scheitern des Insolvenzverfahrens von Genesis GmbH
Die Bürgergemeinschaft für Solingen hat scharfe Kritik am Zusammenbruch des Insolvenzverfahrens der Genesis GmbH geübt. Durch das Scheitern stehen nun 110 Beschäftigte vor einer ungewissen Zukunft. Gleichzeitig wirft die Gruppe der lokalen Führung Versäumnisse bei der Aufarbeitung eines separaten Skandals um die katholische Kirche vor.
Die Pleite der Genesis GmbH trifft die 110 Mitarbeiter hart. Viele kämpfen nun um neue Arbeitsplätze, wobei Menschen mit Behinderungen vor besonders großen Hürden stehen. Die Bürgergemeinschaft zeigte sich tief besorgt über ihre Lage und hofft, dass die Betroffenen bald neue Anstellungen finden.
Zudem richtete die Gruppe den Fokus auf Bürgermeister Tim Oliver Kurzbach, der zugleich Vorsitzender des Diözesanrats im Erzbistum Köln ist. Jan Michael Lange, Mitglied der Bürgergemeinschaft, deutete an, dass Kurzbachs Einfluss die Insolvenz möglicherweise hätte abwenden oder mildern können – hätte er anders gehandelt. Die Organisation bewertet seine Doppelfunktion sowie die Rolle des Diözesanrats als „höchst problematisch“.
Weitere Kritik traf den SPD-Landtagsabgeordneten Josef Neumann. Seine jüngsten Äußerungen zu einem Kirchenskandal wurden von der Bürgergemeinschaft als „nicht ernst zu nehmend“ zurückgewiesen – ein weiterer Grund für die Frustration über die lokale Politik.
Während die Betroffenen der Genesis-Pleite in einer prekären Situation zurückbleiben, fordert die Bürgergemeinschaft von Bürgermeister Kurzbach und anderen Verantwortlichen Konsequenzen. Ihr Anliegen bleibt zweifach: die Unterstützung der Arbeitslosen und die Aufarbeitung dessen, was sie als Versagen der kommunalen Führung sehen.






