Bürgergemeinschaft Solingen löst Fraktionsbündnis nach jahrelangen Konflikten auf
Jana BraunBürgergemeinschaft Solingen löst Fraktionsbündnis nach jahrelangen Konflikten auf
Die gemeinsame Fraktion der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) und der Alternativen Bürgerinitiative Solingen (ABI) wird zum Jahresende aufgelöst. Die Trennung folgt auf langjährige inhaltliche Streitigkeiten und persönliche Spannungen. Beide Seiten haben bestätigt, dass die Entscheidung endgültig ist.
Die BfS und die ABI hatten ihr Bündnis vor der letzten Kommunalwahl geschlossen. Ihr gemeinsames Ziel war es, die Interessen aller Solinger Bürgerinnen und Bürger so wirksam wie möglich zu vertreten. Doch bald zeigten sich grundlegende Unterschiede in der Herangehensweise und der politischen Vision.
Die Konflikte betrafen sowohl sachpolitische Entscheidungen als auch zwischenmenschliche Differenzen. Mit der Zeit wurden die Meinungsverschiedenheiten unüberbrückbar, was schließlich zur Ankündigung der Auflösung führte.
Ab dem 1. Januar 2024 wird die BfS als eigenständige Ratsfraktion unter dem Namen Bürgergemeinschaft für Solingen weiterarbeiten. Martin Bender und Jan Michael Lange werden die Gruppe vertreten. Zwar wird sie als kleinere Fraktion weniger Rechte haben als größere Gruppierungen, doch bleibt ihr Einfluss auf die lokale Politik erhalten.
Die BfS hat die umgehende Bildung einer neuen Ratsfraktion beantragt. Man bleibe dem Gemeinwohl Solingens verpflichtet und wolle konstruktiv mit allen demokratischen Kräften der Stadt zusammenarbeiten, heißt es. Die Auflösung ermögliche es, die eigenen Ziele eigenständig und nach den eigenen Prinzipien zu verfolgen.
Die Trennung bedeutet, dass die BfS künftig allein in der Kommunalpolitik agieren wird. Ihr Fokus bleibt darauf gerichtet, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu vertreten – trotz der Herausforderungen als kleinere Fraktion. Über die nächsten Schritte der ABI wurde bisher nichts bekannt.






